MKL1888:Numeriermaschine

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Meyers Konversations-Lexikon
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Empfohlene Zitierweise
Numeriermaschine. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1888–1889, Bd. 12, S. 279. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Numeriermaschine&oldid=- (Version vom 20.09.2014)

Numeriermaschine, Apparat zum Druck von Nummern auf Banknoten, Aktien, Koupons, Lotterielose etc. in laufender, springender, wiederholter Ordnung sowie zum Paginieren oder Foliieren von Kontobüchern etc., deshalb auch Paginiermaschine genannt. Die N. wird für den Gebrauch mit der Hand, für Trittbewegung oder auch für Druckmaschinen konstruiert; im letztern Fall besteht sie in der Regel aus kombinierten Apparaten zum Zifferndruck auf ganzem Kouponbogen u. dgl. Jeder dieser Apparate enthält ebenso viele zehnstrahlige Metallsternchen, als er Ziffern nebeneinander drucken soll (vier-, fünf-, sechsstellig etc.), und diese Sternchen tragen am Ende jedes Strahls eine der zehn Grundziffern, die sich bei Anwendung in der gewünschten Ordnung und Folge zum Empfang der Druckfarbe und zur Abgabe des Druckes darbieten. Die Änderung der Zahlen ist eine selbstthätige, d. h. geschieht durch den Mechanismus der N. und zwar so, daß die Einerzahl in laufender Numerierung bei jedem, die der Zehner bei jedem zehnten, die der Hunderter erst bei jedem hundertsten Druck etc. um eine Stelle fortrückt. Die erste N. wurde im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts in der Druckerei der Bank von England angewandt. Seitdem hat der Apparat, wesentlich verbessert, allgemeine Verbreitung gefunden.