Mutmaßlicher Grundsteinbrief des Jubiläumsbaus der Universität Marburg (Reproduktion)

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Titel: Mutmaßlicher Grundsteinbrief des Jubiläumsbaus der Universität Marburg (Reproduktion)
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Herausgeber: Universität Marburg
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Entstehungsdatum: 1926
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Erscheinungsort: Marburg
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Einleitung[Bearbeiten]

Bei dem hier vorliegenden Schriftstück handelt es sich um eine Reproduktion der Grundsteinlegungsurkunde des Jubiläumsbaus, heute Kunstgebäude, der Philipps-Universität Marburg. Sowohl kulturell als auch architektonisch ist das Marburger Kunstgebäude einer der bedeutendsten Neubauten eines Universitätsgebäude in der Weimarer Republik. Der Marburger Kunstprofessor und damalige Leiter des Kunstgeschichtlichen Instituts Richard Hamann und der Archäologieprofessor und damalige Leiter des archäologischen Institut Paul Jacobsthal hatten die Idee Kunst- und Kulturwissenschaften mit Lehre und Forschung an einem zentralen Ort mit einem Museum und einer Bibliothek zu verbinden, um so einen Raum zu schaffen, an dem ein öffentlicher Austausch und Einblick in Kunst und Kultur gegeben werden konnte.[1] Die meist fälschliche Annahme, die Idee für dieses Projekt stamme allein von Hamann und er sei mit diesem Konzept ein Pionier gewesen, widerlegte Sigrid Hofer in 2017. Kultur und Lehre zu vereinen und einem breiterem Publikum zugänglich zu machen war ein Prozess der Neuausrichtung der Museumslandschaft um die Jahrhundertwende.[2]

In den frühen 1920er Jahren waren die Kunst- und Kulturwissenschaften der Philipps-Universität Marburg an vielen Standorten der Stadt verteilt. Zur 400-Jahrfeier der Universität wollte man die ursprüngliche Vorstellung Jacobsthals und Hamanns aufgreifen. Ernst von Hülsen, damaliger Kurator der Universität, äußerte am 22. Juni 1924 vor dem Marburger Universitätsbund erneut dieses Vorhaben und fand großen Anklang.[3] Im Spätherbst 1924 wurde daher ein Arbeitsausschuss zur Planung dieses Gebäudes, das Jubiläumsbau oder auch Jubiläums-Kunstinstitut genannt wurde, unter dem Vorsitz von Professor Walter Troeltsch, kreiert.[4] Von Hülsen hatte sich bereits intensiv mit der Planung des Gebäudes beschäftigt, bevor er den Vorschlag überhaupt unterbreitete. In die Planungen von Hülsens und des späteren Arbeitsausschusses wurden die Institutsleiter Hamann und Jacobsthal nicht einbezogen. Besonders Richard Hamann äußerte sich über seinen Ausschluss von der Projektplanung mehrmals mit großem Missmut und er hatte auch Bedenken an der Raumplanung des Architekten Hubert Lütcke[5], die Hamann nicht der Sache der Institute dienlich erschien.[6]

Eine Kommission des Arbeitsausschusses wurde am 28. September 1925 bei dem preußischen Finanzminister Hermann Höpker-Aschoff in Berlin vorstellig, da man sich nicht auf einen Bauentwurf einigen konnte. Trotz großer, finanzieller Bedenken des Ministers wollte die Kommission einen Wettbewerb für Künstler und Architekten veranstalten, um einen geeigneten Bauentwurf zu ermitteln. Der Finanzminister musste diesem Vorhaben entgegnen, dass für einen Wettbewerb Zeit und Finanzen fehlten, da man den eigentlichen Beginn der Bauausführung bereits für September 1925 geplant hatte. Der preußische Freistaat hatte dem Projekt zugestanden die hohen, laufenden Betriebskosten für das Gebäude zu übernehmen und wollte daher einen zügigen Baubeginn forcieren. Über einen Bauentwurf der Preußischen Staatshochbauverwaltung ließ man von der preußischen Akademie des Bauwesens ein Gutachten einholen. Die Akademie schickte eine Kommission unter der Leitung des Regierungsbaurat und Architekten Hubert Lütcke zur Ermittlung der weiteren Angelegenheit nach Marburg.[7] Der Auftrag zur Ausstellung des ausführlichen Entwurfs erfolgte am 27. März 1926.[8] Dies stieß in Marburg auf große Kritik, weil man einen namenhaften Architekten für den Bau heranziehen wollte, um dem Gebäude großen Glanz zu verleihen. Es sollte aus dem Stadtbild ähnlich der Elisabethkirche oder dem Landgrafenschloss hervorstechen und bekannt werden.[9]

Ende April 1926 lud man, im Zuge der Hauptversammlung des Marburger Universitätsbundes, zur Grundsteinlegung am 9. Mai 1926 ein. Am Vorabend wurde vom Marburger Universitätsbund aus diesem Anlass zu einer Feierlichkeit im Studentenwohnheim Reitgasse eingeladen.[10] Der Grundsteinlegung um 12:15 Uhr waren eine Rede von Professor Hans Freiherr von Soden in der Aula der Universität und ein anschließender Festzug zum Bauplatz des Jubiläumsbaus vorausgegangen.[11] Hier begrüßten der Marburger Universitätsbund und Professor Troeltsch die Festgemeinde. Es folgten Ansprachen durch Landeshauptmann Reinhard von Gehren, der im Namen der öffentlich-rechtlichen Korporationen der Provinzen sprach, Oberlandesgerichtspräsident a.D. Hans Fritsch, der die privaten Stifter vertrat, Oberbürgermeister Georg Voigt, sprach für die Stadt Marburg, und Universitätsdirektor Ernst Lommatzsch, der als Vertreter der Universität abschließend die Grundsteinlegungsurkunde verlas. Mit der Urkunde wurden auch aktuelle Ausgaben der Marburger Zeitungen eingemauert.[12] Im Anschluss erfolgten die Hammerschläge der führenden Staatsmänner und Professoren.[13] Die Baupläne des Gebäudes wurden am selben Tag im Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität öffentlich ausgestellt.[14] Bilder zur Grundsteinlegungsfeier wurden vom Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg digitalisiert.

Das Gebäude wurde in ein öffentliches Museum und ein Institut geteilt. Im Museumsbau fanden die Gemäldegalerie, die Kupferstichsammlung, die Sammlungen des hessischen Geschichtsvereins und des Altertumsvereins Marburg, die antike Gipsabdrucksammlung und Räumlichkeiten für Wechselausstellungen Platz. Der Institutsteil zeichnete sich besonders durch eine Zentralbibliothek für Kunstwissenschaftliche Werke und dazugehörigem Lesesaal aus, in der die zerstreuten Sammlungen endlich zusammengeführt werden konnten. Außerdem Platz fanden das kunstgeschichtliche und das archäologische Seminar mit Hörsaal, der christlich-archäologische Apparat, das vorgeschichtliche Seminar, Theaterwissenschaften, Musikwissenschaften mit Konzert- und Übungssaal, sowie akademischer Zeichenunterricht und die photographische Abteilung des kunstgeschichtlichen Seminars.[15] Der Museumsteil wurde im Westflügel an der Biegenstraße eingerichtet, während der Institutsteil hauptsächlich im Ostflügel, Lahnseitig, zusammengestellt wurde.[16]

Einen Grundstein zu legen, schien zu diesem Zeitpunkt nicht ungewagt: Zwar hatte die Stadt Marburg einen 7500 m² großen Bauplatz gestellt,[17] aber die Finanzierung des Baus erfolgte zum großen Teil durch Spenden aus der Provinz Hessen-Nassau und dem Land Waldeck, wie auch von Bezirksverbänden, Städten, Kreisen, Handels-, Handwerks- & Landwirtschaftskammern, als auch von privaten Spendern. Im September 1926 fehlten von den mindestens veranschlagten 1 Millionen Reichsmark aber noch etwa 130.000 Reichsmark.[18] Bereits im Juni 1925 hatte man begonnen zu Spenden aufzurufen.[19] Die sparsame Bauausführung, aber auch das kräftige Rühren der Spendenwerbetrommel halfen dazu beizutragen, dass der während der Grundsteinlegung geplante, erweiterte Ausbau des Dachgeschosses schon im Oktober 1926 vom Arbeitsausschuss genehmigt werden konnte. Hierdurch konnten dem Ausstellungsraum des Museumsteils weitere 300 m² zugestanden werden. Im Institutsteil gewannen durch den Ausbau besonders die Musikwissenschaft mit größerem Übungssaal, sowie die photographische Abteilung mit Ausstellungsräumen. Bis zum Winter 1926 wurde das Dach fertiggestellt und die Fenster eingesetzt, um sich dem anschließenden Innenausbau zu widmen.[20] Das Bildarchiv Foto Marburg hat Bilder zum Baufortschritt digitalisiert, die hier eingesehen werden können.[21]

Zur 400-Jahrfeier der Universität am 30. Juli 1927 war der Jubiläumsbau zum Großteil fertiggestellt und konnte feierlich eingeweiht werden.[22] Die Übergabe von Bauleitung an Universität erfolgte auf der großen Treppe vor dem Haupteingang des Museums. Als ältestem Professor der im neuen Bau ansässigen Institute wurden Richard Hamann offiziell die Schlüssel zum Gebäude übergeben. Er bedankte sich im Namen der Universität und seiner Kollegen.[23] Ein Bild der feierlichen Übergabe zeigt Hamann in der Mitte mit verschränkten Armen.[24] Aus der Abschlussrechnung vom 1. Mai 1930 durch Professor Troeltsch geht hervor, dass insgesamt rund 1,32 Millionen Reichsmark zusammengekommen waren und sich die Ausgaben auf rund 1,3 Millionen Reichsmark beliefen. Die übrigen, rund 20.000 Reichsmark wurden für die weitere innere Raumausstattung genutzt. Mit der Abschlussrechnung löste sich auch der Arbeitsausschuss auf.[25]

Im Gedenken an den ehemaligen Kurator der Universität wurde der Jubiläumsbau 1950 in „Ernst-von-Hülsen Haus“ umbenannt. Im April 2016 legte der Historiker Dr. Albrecht Kirschner, beauftragt durch die Philipps-Universität Marburg, seinen Bericht „Universitätskurator Ernst von Hülsen und der Nationalsozialismus“ vor.[26] Die Universität entschied aufgrund von Hülsens Wirken während der Zeit des Nationalsozialismus, dass der Name „Ernst-von-Hülsen Haus“ für den Jubiläumsbau nicht mehr tragbar sei. Seitdem heißt der ehemalige Jubiläumsbau „Kunstgebäude der Philipps-Universität Marburg“.[27] Das Gebäude hat sich in seiner Funktion und seinem Nutzen kaum verändert. In den 1960er Jahren wurde es zum ersten Mal renoviert. Von 2013 bis 2015 fand die nächste und aktuellste Außensanierung statt. Von 2016 bis 2018 wurde der Bau auch einer umfassenden Innenrenovierung unterzogen. Diese Renovierungsarbeiten wurden, in Tradition zum Bau selbst vor fast 100 Jahren, zum Teil auch durch Spenden finanziert.[28] Besonders bei der Außensanierung achtete man darauf den „Marburger Zackenstil“ zu erhalten, den der Architekt Hubert Lütcke bei der Erbauung des Gebäudes sogar bis in die kleinsten Details des inneren Mobiliars hatte einfließen lassen. Deutlich wird dieser Stil im Außenbereich insbesondere an Fenster- und Türverzierungen. Auch deshalb ist das Gebäude ein wichtiges, architektonisches Erbe der Weimarer Republik. Der „Marburger Zackenstil“ findet seine wesentlichen Einflüsse im Stil Art déco, der in Deutschland in den 1920er und 30er Jahren seine Hochzeit hatte.

Heute befindet sich eine Reproduktion der Grundsteinlegungsurkunde im Kunstgebäude ausgestellt.

Transkription[Bearbeiten]

[1] [ws 1]Initiale Grundsteinbrief.jpgm neunten Mai des Jahres neunzehnhundertundsechsundzwanzig, im dreihundertneunundneunzigsten Jahr des Bestehens der alma mater Phillppina seit ihrer Gründung durch Landgraf Philipp den Großmütigen, ist der Grundstein zu dem Jubiläumsbau (Kunstinstitut) der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn gelegt worden. Möge das über ihm sich erhebende Gebäude noch späten Geschlechtern in segensvoller kultureller Arbeit dienstbar sein, wie es entstand als Zeichen des Dankes und der Anerkennung für die in akademischer Lehre und wissenschaftlicher Forschung gleich ruhmvolle vierhundertjährige Arbeitsleistung einer der ältesten deutschen Universitäten. Sollte aber der einst die Zeit auch unser Werk, das heute noch nicht aufgerichtet ist, wie alles vergängliche Menschenwerk zu Fall gebracht haben möge dieser Zeitpunkt noch ferne sein! , so sei durch diese Urkunde der Nachwelt verkündet, wie dieser Bau entstand auf daß sie neuen Mut zu neuen Werken fasse und aus dem Verfall neues Leben sprieße.


[ws 2]Aus Anlaß des vierhundertjährigen Bestehens der Philipps Universität in Marburg an der Lahn, das im Juli des Jahres neunzehn hundertsiebenundzwanzig wird gefeiert werden können, wurde im Jahre neunzehnhundertundvierundzwanzig der Plan einer einheitlichen Jubiläumsgabe gefaßt, die in diesem der Kunstwissenschaft und ihren Nachbardisziplinen von der Vorgeschichte über die Antike bis zur Kunst der Gegenwart gewidmeten Jubiläumsbau ihren Ausdruck findet. Mit ihm wollten wir nicht nur eine bisherige Lücke im Unterrichtswesen der Philipps-Universtät schließen, sondern ein Kulturzentrum schaffen, das weit über die Universitätskreise hinaus der gesamten Bevölkerung unserer Heimatprovinz Hessen-Nassau und der angrenzenden Gebiete, ja dem ganzen Deutschen Vaterlande zu Nutz und Segen wirken soll. Zur Erreichung dieses Zieles erließ der Universitätsbund Marburg e. V., der seit seiner Gründung im Jahre neunzehnhundertzwanzig die Förderung der Interessen der Philipps-Universität und die lebendige Verbindung zwischen der Universität und ihren ehemaligen Schülern erstrebt und heute fast dreitausend Mitglieder zählt, im Juni neunzehnhundertfünfundzwanzig einen Aufruf, dem sich sämtliche öffentlich-rechtlichen Korporationen der Provinz Hessen-Nassau und des Landes Waldeck sowie über fünfhundert private Personen aus allen Kreisen und Berufen innerhalb Deutschlands anschlossen. Opferfreudig folgten die Bezirksverbände, das Land Waldeck die Landkreise, die Städte, die Han


[ws 3]

dels-,Handwerks- und Landwirtschaftskammern, die Freunde der Philipps-Universität aus Handel und Industrie, aus akademischen, Beamten-, Angestellten- und Arbeiterkreisen dem Rufe, sodaß wir heute die Grundsteinlegung wagen können, wenn auch die auf eine Million Reichsmark veranschlagten Mittel zur Errichtung des Baues noch nicht voll gesichert sind. Denn wir hegen die feste Zuversicht, daß die Freunde unserer Universität und alle Verehrer deutscher Wissenschaft uns nicht im Stich lassen werden, wenn es gilt einen Bau zu vollenden, der berufen ist, den Glanz und die Leistung unserer Universität für die Dauer zu mehren, ein Werk, auf das mit Stolz unser Deutsches Vaterland sehen kann. Die näheren Einzelheiten über die Vorbereitung der mit diesem Grundstein in erste Erscheinung treten den Jubiläumsgabe und die Ausgestaltung des Jubiläumsbaues sind in den dieser Urkunde beigefügten Schrift stücken des Universtätsbundes Marburg e.V. und des von ihm gebildeten Arbeitsausschusses für die Jubiläumsgabe enthalten. Das Bild des heutigen Marburgs als Kunst und Universitätsstadt spiegeln die zwei beigelegten Abbildungshefte. Der beigefügte Aufruf nennt die Namen all jener, die mitwirkten am Zustandekommen unseres Werks. Ihnen und den zahlreichen Stiftern gebührt über unsern gegenwärtigen Dank hinaus der Dank der Nachwelt.- Das Verzeichnis aller Stifter wird in den Schlußstein dieses Baues eingemauert werden, mit weiteren Schriftstükken, die Bericht bis zur Vollendung des Jubiläumsbaues geben sollen.


[ws 4]Aus diesen Dokumenten mögen künftige Geschlechter ersehen, wie in Zeiten schwerer wirtschaftlicher und vaterländischer Not - noch immer leiden wir alle unter den Wirkungen des Weltkrieges neunzehnhundertvierzehn bis neunzehnhundertachtzehn - doch das deutsche Volk nicht in materieller Bedrängnis versank sondern sich als Hüter deutscher Geisteskultur bewies. Mögt Ihr, die Ihr diesen Grundstein dereinst wieder ans Licht fördert, dies nicht vergessen: nicht nur für uns, für Euch haben wir gebaut, geschaffen und gelebt, auf daß Deutsche Wissen. schaft, Deutscher Geist und Deutsche Kunst nicht vergehe, sondern wachse, blühe und gedeihe. Ihr aber, baut fort auf dem Grunde, den wir schufen, wie wir das Erbe unserer Vorfahren weiterbildeten! Dies unser Wunsch, unser Gruß an Euch, Ihr kommenden Geschlechter! Deß zu Urkund haben wir Unterzeichneten unsere Unterschrift gegeben und das große Siegel der Universität angehängt. Marburg an der Lahn, den neunten Mai neunzehnhundertundsechsundzwanzig.


Haeuser[ws 5] v. Hülsen[ws 6] Uni Marburg Siegel.svg Lommatzsch[ws 7] Troeltsch[ws 8]
Dr. phil. h. c. Dr. ing. e.h. Geheimer Regierungsrat Dr. jur. Dr. med. h. c. Geheimer Oberregierungsrat, Dr. phil., o.ö. Professor, Dr. phil., o. ö. Professor, Geheimer Regierungsrat
Vorsitzender des Universtätsbundes Marburg e. V. Kurator der Universität derzeit Rektor der Universität Vorsitzender des Arbeits Ausschusses für die Jubiläumsgabe

Anmerkungen (Wikisource)[Bearbeiten]

  1. Der Text ist in drei nebeneinander stehende Blöcke aufgeteilt, wobei der mittlere Block aus zwei Spalten besteht
  2. Wechsel zu einer kleineren Schriftgröße, da der zweite Block aus zwei Spalten besteht
  3. Schmuckvolle Trennlinie der beiden Spalten
  4. Wechsel zur Schriftgröße des ersten Blocks
  5. Unterschrift Adolf Haeuser
  6. Unterschrift Ernst von Hülsen
  7. Unterschrift Ernst Lommatzsch
  8. Unterschrift Walter Troeltsch

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hofer, S. 245f.; Jahn über die ersten Konzepte von Otto Völckers zum Kunstinstitut um 1919, S. 327-331; Ob Hamann wesentlichen Anteil an diesen Entwürfen hatte, lässt sich nicht eindeutig sagen, aber seine Vorstellungen für ein Institut spiegeln sich wieder
  2. Hofer, S. 254-257
  3. Lütcke, S. 3
  4. Aus dem Vorwort zur Abschlussrechnung durch Troeltsch
  5. Zum Leben und Wirken Lütckes: Jahn, S. 350-352
  6. Hofer, S. 243-254 & S. 257-259; Hofer klärt im Detail über die Diskrepanz zwischen Bauleitung und Institutsleitern, insbesondere Hamann, und deren unterschiedlichen Vorstellungen für das Gebäude auf
  7. "Zum Streit um den Jubiläumsbau der Universität Marburg"
  8. Lütcke, S. 20
  9. Hofer, S. 249
  10. Einladung zur Grundsteinlegung
  11. Bilder des Festumzugs hat das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg digitalisiert
  12. Bericht über die Verwaltung der Stadt Marburg, Rechnungsjahr 1926, S.1-2
  13. Festfolge zur Feier der Grundsteinlegung; Bericht über die Verwaltung der Stadt Marburg, Rechnungsjahr 1926, S. 2, hier auch detailliert wer in welcher Funktion die Hammerschläge ausführte
  14. Einladung zur Grundsteinlegung; Grundriss des Gebäudes bei Lütcke, S. 4-5
  15. Hessenland, Bd. 38, S. 197
  16. Lütcke, S. 3; Zur ausführlichen Architektur des Gebäudes, sowie Aufklärung über die Raumaufteilung siehe Lütckes gesamten Artikel; Zur Architektur aus moderner Sicht: Jahn, S. 337-349
  17. Lütcke, S. 3; Abrechnung über den Jubiläumsbau
  18. Hessenland, Bd. 38, S. 196-198
  19. Lütcke, S. 3
  20. Hessenland, Bd. 38, S. 247
  21. Auch zwei Bilder zum Rohbau, von Nordwesten und von Südwesten sind digitalisiert
  22. Lütcke, S. 20; Zur Festfolge siehe Hessenland, Bd. 39, S. 64-65
  23. Bericht über die Verwaltung der Stadt Marburg, Rechnungsjahr 1927, S. 14f.; Mitteilungen des Marburger Universitätsbundes, Nr. 17, S. 11f., hier außerdem eine detaillierte Beschreibung der Ausstellung am Einweihungstag, sowie die erste Begehung des Gebäudes
  24. Näheres zur Aufnahme auch bei Hofer, S. 243-245
  25. "Abrechnung über den Jubiläumsbau"; Der gesamte Prozess von Planung bis zur Einweihung des Gebäudes lässt sich auch in den Mitteilungen aus Sicht des Marburger Universitätsbunds nachverfolgen
  26. "Universitätskurator Ernst von Hülsen und der Nationalsozialismus"
  27. "Ernst von Hülsen als Namensgeber nicht mehr tragbar"
  28. "Kunstmuseum Marburg und Kunstgebäude"

Literatur[Bearbeiten]

  • Hofer, Sigrid, "Ein Grundriß von erschreckender Unzulänglichkeit" - Richard Hamann und der Jubiläumsbau in Marburg (1927) - Moderne Mythenbildung, in: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft, Bd. 44, S. 239-266
  • Jahn, Thomas, Das Kunstinstitut (Ernst von Hülsen-Haus) der Philipps-Universität Marburg, in: Berns, Jörg Jochen (hrsg.), Marburg-Bilder, Eine Ansichtssache, Zeugnisse aus fünf Jahrhunderten, Bd. 2, Marburg 1996, S. 320-356
  • Lütcke, Hubert, Das Kunstinstitut der Universität Marburg, Der Jubiläumsbau, in: Die Zeitschrift für Bauwesen, Bd. 80, 1930, S. 2-20; Erweiterter Sonderdruck mit Geleitwort aus dem Sonderlesesaal der Universitätsbibliothek Marburg, Signatur: VIII B 1075 h 9; Die Zeitschrift für Bauwesen mit dem nicht erweiterten Artikel Lütckes als Digitalisat
  • Hessenland, Bd. 38, 1926
  • Hessenland, Bd. 39, 1927
  • Marburger Universitätsbund, Mitteilungen, Nr. 9-17
  • "Abrechnung über den Jubiläumsbau (Jubiläums-Kunstinstitut) der Universität Marburg", Universitätsbibliothek Marburg, Signatur: VIII B 1075 h 9
  • "Zum Streit um den Jubiläumsbau der Universität Marburg", Universitätsbibliothek Marburg, Signatur: VIII B 1095 t 4
  • Einladungsschreiben zur Grundsteinlegung, Universitätsbibliothek Marburg, Signatur: VIII B 1095 t 5
  • "Feier der Grundsteinlegung für den Jubiläumsbau (Kunstinstitut) der Universität Marburg am 9. Mai 1926, Festfolge", Universitätsbibliothek Marburg, Signatur VIII B 1095 t 6
  • Bericht über die Verwaltung der Stadt Marburg, Rechnungsjahr 1926, Stadtarchiv Marburg, Signatur: 4D 2964/20; Digitalisat
  • Bericht über die Verwaltung der Stadt Marburg, Rechnungsjahr 1927, Stadtarchiv Marburg, Signatur: 4D 2964/21; Digitalisat