Ostern (Wessenberg)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Ignaz Heinrich von Wessenberg
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Ostern
Untertitel:
aus: Sämmtliche Dichtungen, Band 6, S. 227
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1844
Verlag: J. G. Cotta
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Stuttgart und Tübingen
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Digitalisat Freiburg
Kurzbeschreibung: Sonett zu Ostern
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]

[227]

                    Ostern.

     O Wunder über Wunder! Plötzlich kehret,
Was todt in der Natur war, neu ins Leben.
Wie Alles grünt und blüht mit Wonnebeben!
Voll des Gesangs steh’n Flur und Wald verkläret.

5
     Und dir, o Geist, der Leben uns gewähret,

Entschwände, sinkt dein welkes Kleid, das Leben?
Mit ihm die Kraft, um dich verjüngt zu heben,
Die jetzt, wir seh’n, kein Samenkorn entbehret?

     O nein! umsonst nicht ist der Herr erstanden,

10
Der, daß wir ewig leben, war gestorben;

Entschwebt ist er zu ew’gen Sternenlanden!

     Jetzt, da was todt war, allwärts sich erneuert,
Werd’ Er, der uns Unsterblichkeit erworben,
Am Hochaltar des Frühlings froh gefeiert!