Reiter ohne Kopf (Badisches Sagen-Buch II)

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Autor: Bernhard Baader
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Titel: Der falsche Eid (Kopisch)
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch II, S. 576–577
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1846
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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[576]
Reiter ohne Kopf.

Am Anfang des Mückenlocher Waldes führt der Weg über eine Brücke. Hat man sie überschritten, so sieht man zuweilen auf einem Schimmel einen Mann reiten, welcher seinen Kopf wie einen Hut unter dem Arme trägt. Er verfolgt die Leute und führt sie gern irre, kann aber nicht über den Graben, der in der Nähe liegt; daher sie jenseits desselben vor ihm sicher sind. Auch aus dem Wald heraus vermag er nur eine kurze Strecke zu reiten, und verschwindet an dem großen Markstein, wo sie endet.

[576] Bei seinen Lebzeiten war er ein Feldmesser, der in dieser Gegend solche Betrügereien verübte, daß er nun zur Strafe daselbst umgehen muss.

(Aus Mone’s „Anzeiger etc.“ Jahrg. 1838.)