Sankt Andreasberger Bergfreiheiten von 1567

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Autor: Volkmar Wolf von Hohnstein
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Titel: Sankt Andreasberger Bergfreiheiten von 1567
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Entstehungsdatum: 1567
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Erscheinungsort: Herzogtum Braunschweig-Lüneburg
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[1] Wir Volckmar Wolff[1], Grafe von Honstein, herr zu Lohra vndtt Klettenbergk [...][2] vor unß undt unsere Erben, bekennenn undt thun kundt, Demnach wir zu ettlich malenn, den Ersamenn undt Weisenn, unserenn liebenn getreuenn Richter vndtt Rath auff Sanct Andresberge[3], auff [.lagend] anbringenn, ettlicher stadttlicher undt frembder gewerckenn, so sich unsers Bergkwecks [Zubamenn], anmassenn undt befleissigenn, als das sie zu ieder Zeitt guter frembder getrencke, bide ohn Wein vndtt Bier in mangee [..henn], ahn dessenn stadtt aber böses unvertreglichs, beÿ ihnenn befundenn, Zu vielmahlenn, mitt ernst aufferlegenn [.erndtt] befhelenn lassenn, hinfurtt ihrenn Rath: vndtt Stadtt Keller, damitt sie von vnsernn Vorfahrenn, löblicher gedechttnuß, vndtt vnß begnadett, vnther ihrer handtt vndtt verwaltung Junemenn vndtt hinfurtt mitt nottürfftigenn frembdenn gutenn getrenckenn, Zubestellenn, mitt ferner vermeldung, da es von ihnenn nichtt geschehenn, wurdenn wir [vnuerme..tlich] [ge.rfa..tt], den Raths Keller aufs ihrenn hendenn Zu Ziehenn, vundtt in andere wege, notturfftiglich versehenn Zutreffen, Als habenn gedachte vnsere Richter vundtt Rath, [.es.harerlichenn], Zur enttschuldigung eingewandt, das sie sich nicht alleine schuldigk [er..meteg], vnserenn befhell Zuersethen, vndtt das er nichtt alleine den frembdenn [ban..enn] gewerckenn, auff ihr ankommenn Zu ieder Zeitt, ein gutenn trunck des ones, vnb geltt vndtt bezalunng Zuerlangenn nichtt verhandenn, sondernn auch were es den kranckenn, die sich offtt ihrer schmachett halber, einer gutenn truncks gerne begerend werenn, vndtt dessenn sich ahn andere örther nichtt erholenn mögenn, Zum eusserstenn verdrießlich, [...] [so] hettenn sie auch hierbeuor, ihrenn Rath: vndtt Stadttskeller vndther ihrer handt vndtt gewaltt gehabtt, vndtt befundenn, das nichtt alleine dadurch ihre geltrencke, nichtt alleine der gemeine, keine nutzung zubrachtt, dondern das derselbige gemeine nutz nichtt aleine nichtt befordertt, sondernn das derselbige dadurch erschepfft, vndtt das vermögenn geringertt, aufs diessenn folgendenn verfarhenn, das die gemeine Burgerschafftt Zur bezalung des getrenckes, gantz verdrossenn [vngefas]:, vndtt verzügelich, darzu auch wann sie, das der Rath nichtt nottturfftigenn gutenn getrencke versorgett, vermerckett, habenn sie sich aufs lauternn vorsath, dem Rath vndtt gemeinenn nutz Zu [.ordder], auch vieler getrencke befliessenn, dadurch die gemeine in beschwerlichenn vndtt verharlichenn schadenn gefürtt, darauff vnß vntertheniglichenn gebetenn vndtt angelangett, das wir aufss gnadenn, ihrenn Stadttkeller, nichtt den frembdenn getrencken, alleine eine Zeitt langk innezuhabenn, ihnen Priuilegien mittheilenn wolttenn, werenn sie dargegenn des vnterthenigenn erbietens, hinfurtt vndtt Zu ieder Zeitt, der begnadung vndtt befreÿung, guter, frembder getrencke ahn Bier vndtt Wein befleissigenn, vndtt derer [...] keiner Zeitt, mangelnn lassenn wollennn noch sollenn, Demnach habenn wir, in betrachtung aller handtt vmbstende gedachte vnsere liebe getreuenn, Richter vndtt Rath auff Sanct Andreßberge[3], auß gnadenn vndtt geneigtenn wollenn, so wir Zu gemeiner Bergkstatt tragenn, gemeinem nutz Zu gute, mitt dem Rath: vndtt Stadtkeller sie begnadett vndtt priuilegirt, thun auch das krafftt vndtt machtt diesess brieffes vor vnß vndtt vnsere Erbenn, der gestallt vndtt also, das sie von dato Zehen Jahr lange, die nehstenn nacheinander folgend, das frembde getrencke, Wein vndtt Bier ohne mennigklichs verhindrung vndtt einrede es seÿ Burger oder Einwoner, in ihrenn Statt: vndtt Rathskeller, alleine Zuschenckenn, gutt fuck machtt, vndtt gewaltt habenn sollenn vndtt mögen, Wollen sie auch Zu ieder Zeitt, beÿ diesser vnser befreÿung, schutzenn, handtthabenn, vndtt vertretten, Befhelenn darauff menniglich, vnserenn Bürgernn, Einwohnernn, vndtt wer sich sonst vnser Bergkstadtt Sanct Andreßbergk[3], Zugebrauchenn vntherstehett, das sie wedder diesse vnsere befreÿung nichtt handlenn, oder der Zuenttkegenn, nichtt widdersetzigk machenn sollen beÿ staff vnser vngnad, vndtt derer straff, so hierauff Richter vndt Rath [..illkö.gk] ordenenn, vndttdarauff setzenn werdenn, Es soll aber ein ieder Bürger vndtt Einwoner, in seinenn hausse, vor sich vndtt die seinenn , was ehr ohn frembdenn wein vndtt bier, Zubezahlenn weiß , einzulegen, vndtt Zugebrauchenn, machtt habenn, aber nichtt vber[4] die [Gasse] schenckenn oder aber uerkeuffenn. Darkegenn soll aber Der Rath [Ih.e.ich] den [genist] des gerencks, nebenn ander der Bergstadtt auffkünfftennvndtt [ge.etlen], gemeinenn nutz Zu gute, vor vnß Zuuerrechenenn schuldig sein, Wir wollenn aber das diesse vnsere befreÿung der wolhergebrachtenn Bergkfreyheitt, Zu keiner schmelerung [e..t...risse], sondernn das sie viell mehr in allen puncten vndtt Clauselnn Krefftigk vndtt vnuerletztt, sein vndtt [b.lestenn] sollen, gemeinett habenn, So soll auch, außgangk der Zehenn Ihar diesse befreÿung Cassirt sein, [A..h] habenn vnß gemeltte Richter vndt Rath, vntertheniglich vorbringenn lassen, das sie vorschiener Ihar, den Branten Wein vndtt Karttenn in ihre Rathaausse, vndtt gemeinenn nutz hum bestenn, Zuuerkeuffen, innegehabtt, vndtt das sie solch, narjmals, widder ins werck gerichtt, vndtt itzo vnther ihr handtt genommen habenn, darauff vnterthenig gebetenn das wir solchenn ihrenn vorhabenn, Zum gemeinenn nutz reichende Ratificiren wollenn, das wir also [ange..l.h] geschenn bekennen doch solche nutzung daruon gefallenn , Iherlich wie oben gemeltt , nebenn andernn gesellenn verrechnett werde, Urkündttlich mitt vnsern grosslichenn Secrett bedrucktt, Geschehenn den Andernn tagk der Jenners Im angehendenn Sibdenn vndtt Sechzigstenn Ihare[5]


Anmerkungen Wikisource
  1. Volkmar Wolf von Hohnstein
  2. Sieht wie ein @ aus
  3. a b c Sankt Andreasberg
  4. Augenscheinlich nachträgliche Einfügung
  5. Andern Tag des Jenners? x. Januar 1567greg.