Schönheit, Güte, Kunst, In seltner Eintracht Gunst

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Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
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Titel: Schönheit, Güte, Kunst, In seltner Eintracht Gunst
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 87–88
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
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Erscheinungsort: Breslau
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[87]
Schönheit, Güte, Kunst, In seltner Eintracht Gunst.

An Fr. Haizinger-Neumann.

Was dünkt sich nicht so mancher Thor,
Stellt er etwa nur Etwas vor,
Und wär’s ein Balkentreter!
Leicht hat man nicht Ehre genugsam erwiesen,

5
Bald Jenem, bald Diesem, den Greten, den Liesen,

Dem Michel oder Peter.
     Dagegen lob’ ich hier
     Haizinger-Neumann mir,
     Die immer, wie’s gefällt,

10
     Vorstellt die ganze Welt;

     Prunklos und hold dabei,
     Als wenn’s gar nichts sei.
          Trompeter, blas,
          Das ist kein Spaß!

15
Hoch trägt die Nase kleine Kunst;

Ein halber Triller buhlt um Gunst,
Um Ruhm und Weihrauchsdünste.
Sie, über der Günstlinge Ränke erhaben,
Siegt, durch die Vereinigung glücklicher Gaben,

20
Im Bündniß aller Künste.
[88]
     Das Wort und der Gesang,

     Tragödie und Schwank,
     Staatsdam’ und Gastwirthin,
     Jung’magd und Königin,

25
     Im Kothurn und Tanz

     Stets in gleichem Glanz.
          Trompeter, blas,
          Das ist kein Spaß!

Drum auch von London und Paris

30
Bis zu der Newa Paradies

Hört, ehrt man ihren Namen.
Ihr Zauber bewältigt die Meng’ und die Kenner,
Ihr Liebreiz machet zu Narren die Männer,
Ei ja, sogar die Damen.

35
     Wie wir, so trägt ihr Bild,

     So hehr und doch so mild,
     Selbst unsre Kinderschar
     Im Herzen immerdar.
     Schönheit, Güte, Kunst,

40
     Welche Himmelsgunst!

          Trompeter, blas,
          Das ist kein Spaß!