Seite:1859 Dalimils Chronik von Böhmen.djvu/113

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Man gloubt, daz er von Salomons tempil komen her,
Den do dy Meilanir nomen,
Do si czu Iherusalem komen,
Do si mit Tyto vnd Vespiliano

5
Warin geritin vf dy Iuden do.

Du macht vor dem altir, ob du wild,
Den fuz schowen mit dem bild.
Wiz daz sich daz mug werich by tag,
Dem mit nicht gelichin mag.

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Da von vnd dy Podybradir

Dy erstin warin vz dem her,
Dy vf dy mur torstin gestigin
Vnd sich do woltin zceigin,
Dar vm mocht si von dem herczogen wol gezcemen,

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Daz si dy leitern czu furin vf den schild nemen.


Wi der keisir den herczogin schon
Dez erst gab im dy kron
Ouch mit dem wiszin lebin
Vnd des kur zcu nemen.

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[48.] Dem keisir waz der dinst genem.

Er gab dem herczogin von Behem
Ein wal, daz er neme drot
Dy dry heilige konige von der staid
Odir in dem lande habin ein konigrich.

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Der herczoge gab ez aln lantlutin glich.

Dy kron er do vil schon bat
Dem rich nach irem rad.
Der keisir vorwandelt dar nach
Dem herczogin den schild, daz man sach,

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Er wolt en ouch do mit begabin,

Daz er an sinen hof ein ampt solde habin.
Czu der czijt gab er vor einen swarczin adlar
Ein lebin sny wiz gar,
Abir wan dy furstin gewar worn,

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Czu dem füre ein tof zcu habin

Vnd mit den ampt dinen zcu hof,

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Dalimils Chronik von Böhmen. Stuttgart 1859, Seite 113. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:1859_Dalimils_Chronik_von_B%C3%B6hmen.djvu/113&oldid=- (Version vom 6.11.2018)