Seite:1859 Dalimils Chronik von Böhmen.djvu/163

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Do sy czu den stunden
Wenig bemisch kundir,
Ein bote waz zcu in komen,
Bi dem si do virnomen,

5
Daz ir vatir siech lach.

Si sprachin: holt er mag
An vns sterbin also.
Vnd si kartin widir aldo
Gein Behem an vrlob.

10
Er vatir waz vor altir toub.

Sobezlab redin begunt
Mit den sinn zcu der stunt.
Er sprach: ich wil gern
Vch, sun, liplich lern

15
Nimant getrwers icht,

Wenn vatir odir mutir sicht
Do sprach Sobezlab der gruelich:
Ich ler vch trwelich,
Do mit ir komit zcu eren.

20
Daz lant laz ich vch gern.

Ich bevel vch wuir zcungen,
Daz ir mit vch gelung
Vnd si furdert allewege
Vnd den Tutschin kein weg

25
In daz lant irloubt.

Di zcung der Behem er beroubt,
Wen si in dem lande irstet.
Di Behem er vndirget.
Si wern daz lant

30
Vnd dy furstin verratin zcu hant.

Von in wirt vnsir kron genomen
Vnd in deutsche lant komen.
Di Tutschin von erst sich machin
Amvlochtig mit iren sachin.

35
Abir als si sich gemern,

Czu hant si widir kern.
Si achtin ir herschaf nit,
Do von in dy worheit git.

Empfohlene Zitierweise:
Dalimils Chronik von Böhmen. Stuttgart 1859, Seite 163. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:1859_Dalimils_Chronik_von_B%C3%B6hmen.djvu/163&oldid=- (Version vom 15.8.2018)