Seite:1859 Dalimils Chronik von Böhmen.djvu/192

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Daz dy bubin in irn notin
Rich deck von in riszen,
Der si sich hettin gevliszin.
Vnd do in ein heruart

5
Czu zcihin waz gespart,

Du machtin si bi irn tagen
Er notdurf halt nit gehabin.
Wolt mir daz imant sagin,
Ich wolt sin gern vragin,

10
Wor vm man dy Behem

Hat virlut by nom.
Turney in Behem lant
Vnd ouch stechin waz nicht bekant.
Als schir si in dem turney

15
Czu irspilen manigirley

Begundin in freudin,
Do begundens in den stritin
Nichtisnit zcu tugin.
Czu turney etlich fugen,

20
Di in dem strit sint gar verzcelt.

Der nom si nit zcu geleit
Allen turneyern.
Doch ken ich si gern.
Man spricht in zcu hern,

25
Daz si dy bestin wern,

Vnd daz wer gar war,
Ob si nur den keisir gar
Dristund bestrittin
Vnd daz nit virmitin,

30
Si brechtin zcu den stunden

Zcwei tusint vnd funf hundirt
Vingirlin von den irslagin
Rittern nv bi diszen tagin,
So hettin si dy worheit

35
Nur ir werkin gar bereit vnverzeeit.


Von konig Wenczlab
Dem milden biz in sin grab.

Empfohlene Zitierweise:
Dalimils Chronik von Böhmen. Stuttgart 1859, Seite 192. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:1859_Dalimils_Chronik_von_B%C3%B6hmen.djvu/192&oldid=- (Version vom 15.8.2018)