Seite:BuchererMasse.djvu/11

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so wird

Bezeichnet man den Winkel, den die Tangente im Punkte mit der ursprünglichen Richtung des Elektrons macht, mit , so ist:

(11)

Hieraus schließt man, daß die Streuung so wirkt, als ob der Radius der Kondensatorplatten um die Strecke vergrößert, und am Rande die elektrische Kraft plötzlich Null geworden wäre.

Es muß daher in den Gleichungen (9) und (10) der wirkliche Abstand des Kondensatorrandes vom Film durch ersetzt werden, wo aus der geometrischen Konfiguration des Kondensators zu berechnen ist. So erhält man denn:

(9a)
(10a)

In meiner Veröffentlichung in der Physik. Zeitschrift habe ich den Einfluß von auf die Größe von unterschätzt, wenn mir auch von vornherein klar war, daß diese Korrektur die Konstanz der -Werte nur unwesentlich ändern, also den Nachweis der Gültigkeit des Relativitätsprinzips nicht beeinträchtigen konnte.

Im allgemeinen wird die Konfiguration eines Kondensators nicht so einfach sein, daß man ohne Hilfsversuche genau angeben könnte. In dem vorliegenden Falle läßt sich aber ein angenäherter Wert von angeben. Wir betrachten zunächst die Verteilung der Kraftlinien an dem Kondensator ohne den Schutzring. Untersuchungen über diese Frage verdankt man Kirchhoff, Maxwell, J. J. Thomson und J. G. Coffin.[1]


  1. J. G. Coffin, Proceed. of the Amer. Acad. 39. Nr. 19. 1903.
Empfohlene Zitierweise:

Alfred Heinrich Bucherer: Die experimentelle Bestätigung des Relativitätsprinzips. Annalen der Physik, 333 (3), 513-536, Leipzig 1909, Seite 523. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:BuchererMasse.djvu/11&oldid=2816395 (Version vom 13.5.2016)