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853.

1349. Januar 27. Brandenburg. Markgraf Waldemar von Brandenburg giebt auf Bitten des Grafen Ulrich von Lindau und in Gegenwart der Grafen Albrecht II und Waldemar I von Anhalt dem Bischofe von Havelberg das Land Klietz zurück.

Wy Woldemar van der gnade Godes tu Brandenborch, tu Lusitz unde tu Landes- berch markgreve unde overster kemerer des hilgen Romischen rikes bekennen--, dat wy dorch sunderlikes dinstes wille unde truwe, de uns de edele man greve Ulrik van Lindowe, unse live swager, gedan unde bewisen heft, hebben gegund unde gunnen deme werden vader tu Gode unde hern bisschop Borchard van Havelberg unde synen godes- huse "des landes tu Klytz--. Tughe desser ding sint: hertoch Rudolff de olde van Sassen, Albrecht, Woldemer greven tu Anehalt unse ome, greve Ulrik van Lindow, Al- brecht van Barbey greve tu Mulinghe, her Wernere van Anvorde unde her Czorre, unde darcu bedderver lüde genuch, den man wol geloven mach.--

Geven tu Brandenbürch, nach Godes bord dretteynhundert iar in deme negenundever- zigestem iare, des dinschedages na sunte Pauwels dage, als he bekart wart.

Nach dem Havelberger Copialbuehe im geh. Staatsarchive in Berlin vollständig gedr: Biedel cod. dipl. Brand. I. 2. 463; auch LenU Brandenb. Urkdsamml. 269; dessen Becmannus enucl. 112.

854.

1349. Februar 17. Cöln a. Rh. Erzbischof Balduin von Trier verbündet sich mit dem Römischen Könige Karl IV, den Herzögen Rudolf II und Otto von Sachsen, sowie mit den Fürsten Albrecht II und Waldemar I von Anhalt, denen König Karl den Anfall der Mark Brandenburg zugesagt hat, gegen den Grafen Günther von Schwarzburg.

Wir Baldwin von Gottes gnaden ertzbischof zu Trier, des heiligen Romischen reichs ertzcantzlar durch Welschland und in dem königreich Arelat bekennen--: wann die ehrwürdigen fursten und herren herr Walram zu Colin, her Gerlach zu Meilitz ertzbischofe und auch wir mit den hochgebohren fursten und herrn herrn Johansen seliger gedächtnüsse, etwan konig zu Böhmen und mit hern Rudolphen den eitern her- tzogen zu Sachsen den allerdurchlauchtigsten fursten und unsern gnädigen herrn herrn Carl Römischen könig, zu allen zeiten mehrer des reichs und könig zu Boheim, zu einem Römischen könig recht und redlich und einmüthiglich erwehlet und erkoren haben, und der hochgeborne fürst und herr herr Waldmar margkgraf zu Brandenburg und zu Lands- pergk nach der zeit, als er zu seinen landen kommen ist, ihme seine stimme und chur, die er hat als ein margkgraf zu Brandenburg an der wähl eines Römischen königs, mit guten willen geben und an ihn gewant hat, darumb verbinden wir uns und haben uns verbunden mit den vorgenanten unsern hern dem Römischen könige und könige zu

Empfohlene Zitierweise:
Diverse: Codex diplomaticus Anhaltinus/Band 3. Dessau: Emil Barth, 1877, Seite 604. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:DE_CDA_3_604.jpg&oldid=3229239 (Version vom 31.7.2018)