Seite:Das Bergwerk der Abgeschiedenen.pdf/77

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viel Betten verfügt, bezweifele ich, allerdings wird der Käpten seine Brut kaum dort unterbringen. – Kosimo und Black sind oben an Deck … – Was tun wir mit dem frisch gestrichenen Wrack? Ersäufen?“

Pis[1] wüste Drohungen waren nicht ernst zu nehmen, das wußte ich.

„Sperren wir sie hier ein“, entschied ich … „Wir vernageln die Luke zum Kielraum und nehmen die Leiter weg … – Vorwärts Pi …“

Dolores Santillo beschenkte mich mit einem Blick tödlichsten Hasses. Mehr hatte sie auch kaum zu verschenken, ihre moralische Substanz war längst erschöpft.

Pi schlenkert eifrig den Schädel.

„Erst wird sie noch so einiges erzählen müssen, Mr. Olaf …“ – Sein faltiges Gesicht grinste äußerst höflich. „Und wenn sie lügt, wird mein Messer die Schminke abkratzen, – falls dabei einige Stücke Haut mit verloren gehen – –, ich kann nichts dafür. – Wohin sollte das Barrengold dort unten verschickt werden, Sennora?“

Sein Messer blinkte warnend.

„Nach … nach Progreso …“, stieß die Santillo zitternd hervor.

„An wen?“

„An … an … Mr. Ernest Gardener, Merida …“

Pis[2] Mund öffnete sich, schloß sich, und dann pfiff er …

„Siehe an, – – Mr. Ernest Gardener, Merida …“

„Er ist nicht mehr Konsul …“

„Weiß ich, weiß ich … Er ist Börsenschieber,

  1. Vorlage: Pi’s, siehe Seite 25.
  2. Vorlage: Pi’s, siehe Seite 25.
Empfohlene Zitierweise:
Max Schraut: Das Bergwerk der Abgeschiedenen. Verlag moderner Lektüre G.m.b.H., Berlin 1931, Seite 77. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Das_Bergwerk_der_Abgeschiedenen.pdf/77&oldid=3176347 (Version vom 30.6.2018)