Seite:Deß Weltberuffenen Simplicissimi Pralerey und Gepräng mit seinem Teutschen Michel.djvu/56

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

lustwandelte solt ich auff neu Teusch gesagt haben) ich mit einem solchen in seinem Krautgarten herumber / worin ich die Angelicam schön blühen fande; ich fragte ihn / wie er dasselbe Gewächs nenne? Er antwortet Kahillika; ich sagte / es heist Angelica, er aber hielt mir Widerpart und antwortet / alle meine Nachbarn die dises Kraut haben / sagen ihm Kahillika / auch der hats so genennet / von dem wirs bekommen haben? solte ich ihnen dann nicht mehr glauben als euch? der ihr mir allein einen andern Namen fürschwätzen wollet! eben also dörffts euch Sprachsäuberern auch gehen / so fern ihr zu der angeregten Gevatterschafft erkohren werden soltet; Indessen hat mich dises Bauren Antwort zuglauben veranlast / daß seines gleichen hiebevor auch auß amarena Amarellen: auß Pyra Birn: auß Petroselinum Peterlin: auß Pruna Pflaumen: auß Corion Coriander: gleichwol aber nicht auß Victoria Siegwurtz: noch auß Palma Christi Fünfffinger Wurtzel gemacht haben; worbey ichs dann bewenden lasse / und euch freundlich bitte / ihr