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so lang man nicht ein Wörterbuch über chinesische Poesie besitzt, (ein Werk, dessen Bedürfniss unsere Zeit lebhaft fühlt) geht das Studium dieser Literatur noch über die Kräfte europäischer Sinologen.“ M. Stanislas Julien préface de l’histoire du Cercle de Craie.

Diese Stelle zeugt nicht nur für die grosse Schwierigkeit chinesische Poesieen zu übertragen, sondern sie zielt auch auf die hoffnungslose Lage europäischer Sinologen, verglichen mit ihren glücklichern Collegen die ihren

„englischen Hauch auf China’s Boden athmen!“

Derselbe Autor sagt, in der „Vorrede des Übersetzers, zu seiner Zusammenstellung der vorzüglichsten chinesischen Abhandlungen über die Kultur der Maulbeerbäume und Seidenraupen (Paris 1837):

„Wäre dieses Werk in Peking übersetzt worden von irgend einem Missionär, dem alle Hilfsmittel und der Beistand chinesischer[WS 1] Gelehrten zu Gebote stehen, so würde sich ihr durchaus keine Schwierigkeit entgegengestellt haben, und sie würde eben so fehlerfrei und vollendet erscheinen, wie die eines englischen Werkes, die unter Aufsicht der einsichtvollsten Männer Grossbrittaniens zu London herausgegeben wurde.

Die Stellung eines europäischen Sinologen ist bei weitem nicht so vortheilhaft wie die der alten Missionäre zu Peking, denen wir

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: „chinesicher“
Empfohlene Zitierweise:
unbekannt, Adolf Böttger (Übersetzer): Die blutige Rache einer jungen Frau. Wilhelm Jurany, Leipzig 1847, Seite 103. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Die_blutige_Rache_einer_jungen_Frau.djvu/105&oldid=- (Version vom 31.7.2018)