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erkennen und an dem auch die Welt uns erkennen kann.“[1]

„Was für ein Zeichen?“ fragte Peter.

Doch der Fremde schwieg.

„O, wohl irgend ein Freimaurerzeichen!“ meinte Peter und fuhr dann, den Fremden von unten her anblickend fort: „Sind noch mehr von Ihren Leuten hier im Lande?“

„Ja,“ sagte der Fremde und deutete mit der Hand in das Dunkel. „Dort in einer Höhle waren zwei Frauen. Als Sie die Höhle sprengten, blieben sie hinter einem herabgestürzten Felsblock unversehrt. Als Ihre Leute alles Getreide verbrannten, das sie nicht fortschaffen konnten, entging ein gefüllter Korb ihren Augen. Die Frauen blieben dort; denn eine war achtzig, die andere erwartete ihre Niederkunft, und sie wagten nicht, ihrem Stamme zu folgen, da Ihr Euch noch unten in der Ebene aufhieltet. An jedem Tage nahm die Greisin etwas Korn aus dem Korbe, und Nachts kochten sie es in der Höhle; denn dann konntet Ihr den Rauch nicht sehen. Jeden Tag gab die Alte der Jungen zwei Hände voll und nahm nur eine Handvoll für sich: ‚Um des Kindes willen,‘ sagte sie. Als das Kind geboren und die junge Frau


  1. Dabei wird Jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so Ihr Liebe untereinander habt.
    Ev. Joh. 13, 35.
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Olive Schreiner: Peter Halket im Mashonalande. Berlin 1898, Seite 48. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Peter_Halket_(Schreiner).djvu/048&oldid=3254906 (Version vom 31.7.2018)