Seite:De Peter Halket (Schreiner).djvu/081

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Thor, ein Mann kann sich völlig wandeln, ehe er das zwanzigste Jahr erreicht hat; er kann sich umgestalten, ehe er dreißig ist; aber nach dem vierzigsten Jahr bleibt er unverändert. Soll ich, der ich dreiundvierzig Jahre lang nach Geld und Macht gestrebt habe, jetzt etwas anderes zu erjagen suchen? Du willst wohl, daß ich wie Jesus Christus sein soll? Wie kann ich ich sein und gleichzeitig ein anderer?‘ Dann antworte ihm: ‚In der Tiefe eines jeden Menschenherzens liegt ein Engel; aber bei manchen sind die Flügel zusammengefaltet. Wecke den Deinen auf. Er ist größer und stärker als der von irgend einem anderen Menschen: steige mit ihm empor!‘

Doch wenn er Dich verwünscht und sagt: ‚Ich habe acht Millionen, und frage weder nach Gott noch Menschen‘, dann sage nichts mehr, sondern bücke Dich und schreibe diese Worte in den Sand.“ Dabei neigte er sich herab und schrieb mit dem Finger ein paar Worte in die weiße Asche. Peter beugte sich vor und las, was der Fremde geschrieben und dieser fuhr fort:

„Sage ihm: ‚Wenn Du auch strebst, Deinen Namen unsterblich in diesem Lande zu machen, ihn in Gold schreibst und ihn mit Diamanten besetztest, wenn auch das Blut, das vom Zambesi bis an das Meer vergossen ist, wie ein fester Kitt wirkt, dennoch –‘

Empfohlene Zitierweise:
Olive Schreiner: Peter Halket im Mashonalande. Berlin 1898, Seite 81. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:De_Peter_Halket_(Schreiner).djvu/081&oldid=3254938 (Version vom 31.7.2018)