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Den Schlächter auf den Schultern, so zieh’n sie in die Stadt,

Darinnen Keiner besser, denn er geschlachtet hat.
Und stimmen in das Rufen bei loher Fackeln Schein,
Derweil die Argentiner heimfahren über den Rhein.



Das Alles ist geschehen, sowie ich es euch sag,

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In Freiburgs Angesichte am heil’gen Markustag.

Da man zählt zwölf hundert und neun und neunzig Jahr,
Seit unser Herr und Heiland, der Christ geboren war.

Und daß ich recht berichte, das seht ihr an dem Kreuz,
Das an dem Weg von Freiburg nach Lehen steht linkerseits.

55
Das hat man ihm errichtet von rothem Sandgestein,

Dem Straßburger Bischof Konrad von Lichtenstein.

(. ar ... . a .....r.)


42. Der Kaiserstuhl.


Im Abendgolde blizen
Die Berge all’ umher,
Die Flüsse drunten glizen,
Ein wallend Farbenmeer.

5
Ich steh’ am Berge oben

Und schau in’s Land hinein.
Von blauem Duft umwoben,
Rauscht unter mir der Rhein
In’s weite Land hinein.

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Ich hör’ ein lautes Klagen

Und weiß nicht, was es soll;
Von alten Heldensagen
Mir neue Kunde scholl.


Empfohlene Zitierweise:
Heinrich Schreiber: Die Volkssagen der Stadt Freiburg im Breisgau. Franz Xaver Wrangler, Freiburg 1867, Seite 69. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Die_Volkssagen_der_Stadt_Freiburg_im_Breisgau.djvu/75&oldid=3302093 (Version vom 31.7.2018)