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Mondfahrt.

Die Red' dünkt Vielen viel zu hart;
Sie wagen doch ’ne Mondenfahrt –
Das Stücklein, wie man sich entfernt,
Es war dem Meister abgelernt.

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Und hurra! geht’s in vollem Saus,

Wie toller Wind- und Hexenbraus!
Auf klettern sie und klettern ab,
Und wer da fällt, der find’t sein Grab;
Wer wieder kommt, der sagt von Glück!

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Doch jeder bringt so was zurück,

Man nennt’s ’nen Sparren hier zu Land,
Auch Naseweisheit, wohl bekannt. –
Wer aber droben sitzen bleibt,
Huy! welch ein arger Spuk ihn treibt!

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Fest eingerammelt mit dem St—ß,

Dreht ihn der Mond mit allem Fleiß;
Er aber meint, die ganze Welt
Dreh’ sich um ihn, als Ar’, die hält;
Und von der Krankheit heilt er nie –

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Ich glaub’: man nennt sie Phrenesie.


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Weltgeschichte.

Zeitfrage.


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Putzen oder auslöschen?


Mißverhältnisse.


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Selten sah ich einen Mann,
Der nicht was hatte, was er nicht wollte han.

Empfohlene Zitierweise:
Kaspar Braun, Friedrich Schneider (Red.): Fliegende Blätter (Band 1). Braun & Schneider, München 1845, Seite 71. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Fliegende_Bl%C3%A4tter_1.djvu/75&oldid=3311031 (Version vom 31.7.2018)