Seite:Kurze Nachricht von der Kirche Unitas Fratrum.djvu/11

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Comenii Historie der Böhmischen Brüder, in Saligs Historie der Augspurgischen Confeßion, und in Riegers Salzbund der Böhmischen Brüder, alles finden, was man in dergleichen Materien nur erwarten kan.


§. IV.
Connexion mit der Orientalischen Kirche

Aus diesen Quellen wissen wir, daß die Böhmisch-Mährischen Brüder, sowol ihrem Ursprung als Landes-Situation nach, Orientalische Christen sind; daß die Occidentalische oder Lateinische Kirche sie, sowol vor, als nach der Reformation, unters Joch zu bringen gesucht, solches auch, nach etlich hundertjährigem großmüthigen Widerstand, endlich in vorigen Jahrhundert durch die gewalthätige Reformirung der Reiche Böhmen und Mähren, und die Verwahrlosung ihrer Protestantischen Mitbrüder, bey den meisten äusserlich erhalten, bey einigen aber nicht durchdringen können, die sich theils aus ihrem Vatterlande geflüchtet und Colonien angelegt, theils im Vatterlande so lange still und bedeckt gehalten, bis sie sich in unsern Zeiten durch einen freywilligen Ausgang ganz haben los machen können.

und den Waldensern.

Wir wissen ferner, daß die Kirche zu Lititz gleich Anfangs die Bischöfliche Ordination und Succeßion von den Waldensern erhalten, und bald darauf dieselben nach ihrer Verfolgung und Zerstreuung, in welcher ihr letzter Bischof, Stephanus, zu Wien verbrannt worden, in Böhmen und Mähren aufgenommen; und daß sie, nach dem ihr eigenen Grundsatz, sich mit denen Haufen, die die heilige Vorsehung durch die Lehr-Reformation entstehen lassen, brüderlich begangen und geschlossen hat.


§. V.
Connexion mit der Lutherischen,

Insonderheit wissen wir, daß die Brüder etliche mal Abgeordnete an Lutherum geschickt und mit ihm in beständigem