Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/33

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

gewiß, daß unser Caspar von Nostitz in der Ober-Lausitz angesessen und begütert war, und der Stammvater der drei weitverzweigten Hauptstämme des Nostitzischen Geschlechts, des Tzschochaischen, Rothenburgischen und Gottaischen geworden ist.

Die älteste Nachricht über Caspar von Nostitz ist vom 30. Dezember 1437. Es findet sich nämlich ein Schreiben Hartungs von Klüx auf Tzschocha in Hasse’s Annalen der Stadt Görlitz, worin ein Herr Caspar sehr ehrenvoll erwähnt wird, und daß dieser unser Caspar von Nostitz sei, erhellt aus denselben Annalen beim Jahre 1439, wo er Caspar von Nostitz „ein Landsasse“ genannt, und eine That von ihm erzählt wird. Damals war er Söldner der Stadt Görlitz, und kämpfte gegen die Böhmen d. i. Hussiten. Allein welches Gut er als „ein Landsasse“ besessen, läßt sich nicht ermitteln. Vielleicht hatte er schon Antheil an Rothenburg, und mochte den Antheil Heinze’s und Peters Schoff an Rothenburg und Noes, den diese 1432 versetzten, an sich gebracht haben. – Als die Lausitzer 1444 das Schloß Dewyn in Böhmen belagerten, rannte ein auf böhmischer Seite stehender Schlesier, einer von Rymen, vor, und forderte das Lausitzer Heer zum Kampfe. Caspar von Nostitz nahm die Ausforderung an, und streckte den Feind nieder. Im Jahre 1447 hatte er selbst eine Fehde, in welcher er bei Fraustadt seinen Feinden, die wir in Polen zu suchen haben, auf der Straße gewisse Güter wegnahm. Doch scheint die Sache noch in demselben Jahre beigelegt zu sein. Im Jahre 1448 finden wir ihn im Dienst der Görlitzer mit zwölf Söldnern bei der Belagerung des Gräfensteins in Böhmen. Im Jahre