Seite:Kurze Topographie und Geschichte der Kreis-Stadt Rothenburg.djvu/52

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November 1808. Vermählt war er mit Marie Eleonore Friederike Concordia Susanne Theodore von Kleist. Er verbesserte die Rothenburger Güter sehr, und verkaufte sie dann 1790 an

Friedrich Aloysius Grafen von Brühl, Freiherrn zu Forsta und Pförten, Erb-, Lehn- und Gerichtsherrn auf Ganglofsömmern, General-Feldzeugmeister des Köngreichs Polen, Starost und Gouverneur zu Warschau, des Poln. weißen Adler-, des Stanislaus- und des Alexander-Newsky-Ordens Ritter. Er war der älteste Sohn des bekannten Sächsischen Ministers Grafen von Brühl, am 21sten Juni 1739 geboren, und empfing eine glänzende Erziehung. Mehrere Jahre verbrachte er auf Reisen in fast alle europäischen Länder, und besuchte mehrere fürstliche Höfe. Bei seinen ausgezeichneten Fähigkeiten und trefflichen Kenntnissen wurde er bald zu bedeutenden Staatsämtern berufen, und stand ihnen rühmlichst vor. Er sprach viele lebende Sprachen, war im Umgange äußerst human und freundlich, und wußte sich überall Liebe zu erwerben. Das Gut Noes vereinigte er durch Kauf wieder mit Rothenburg. Er hat auch Mehreres geschrieben, namentlich für die Bühne. Sein Tod erfolgte in Berlin den 31. Januar 1793. Vermählt war er mit Josepha gebornen Gräfin von Schaffgotsch, welche die Güter 1796 verkaufte an

Christian Friedrich von Schrickell[a 1], welcher den totalen Brand am 21. Juli 1798 erlebte, bei dem auch die Wirthschaftsgebäude des Gutes in Flammen aufgingen. Im Jahre 1804 verkaufte er die Güter, zog nach Görlitz, und lebte dort auf seiner freundlichen Villa am Ufer der Neiße,

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Berichtigung S. 90: S. 42: Chr. Fr. v. Schrickell war am 3. Mai 1762 geboren.