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über die Sünde, sondern auch über die Gerechtigkeit der Welt.[1] Aber Niemand kann ihn anders erlangen, als wenn er durch die Kraft des Kreuzes Christi den Tod seiner Selbstheit erduldet, und allein durch Christum sein ganzes Vertrauen auf Gott setzt.

Die merkwürdigen Thaten, die zu allen Zeiten durch diese göttliche Gabe des Glaubens verrichtet wurden, sind groß und berühmt. Es würde mir aber an Zeit fehlen, sie herzuzählen, da die ganze heilige Geschichte davon voll ist. Mag es daher genügen, zu bemerken, daß durch den Glauben die heiligen Alten alle Prüfungen erduldeten, alle Feinde überwanden, selbst Gott übermochten, seine Wahrheit verbreiteten und verherrlichten, ihre Zeugnisse vollendeten und die Belohnung der Gläubigen, eine Krone der Gerechtigkeit, empfingen, welche die ewige Seligkeit der Gerechten ist.



Siebentes Kapitel.

§. 1. Vom Stolze, der ersten Hauptleidenschaft des Menschen; sein Ursprung. §. 2. Nähere Erklärung und Auseinandersetzung desselben. §. 3. Eine unerlaubte Begierde nach Wissen, der Adam nachgab, führte das menschliche Elend herbei. §. 4. Dadurch verlor der Mensch seine Unschuld und Reinheit. §. 5. Was für Menschen sich in Adams Zustande befinden. §. 6. Das Wissen blähet auf. §. 7. Von den übeln Wirkungen des falschen Wissens und Erkennens und dem Nutzen der wahren Erkenntniß. §. 8. Kains Beispiel dienet hierin zum Beweise. §. 9. Stolz der Juden; indem sie sich dünkten, weiser

  1. Joh. 16, 9. 10.
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Wilhelm Penn: Ohne Kreuz keine Krone. Georg Uslar, Pyrmont 1826, Seite 116. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Penn_Ohne_Kreuz_keine_Krone.djvu/124&oldid=- (Version vom 1.8.2018)