Seite:Thomas Lirer Schwäbische Chronik.djvu/114

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künfftigem kaiser. vnd ward auch der erst den die kuorfürsten ye erwelten. Vnd er hett ain frawen die hieß Kunegundis. Die zway eelichen gemechet beliebent keüsch in irem leben biß an ir end. vnd sind noch baide heilig. Vnder dem kaiser do was ains armen wagners sun Bischoff zuo Mentz. der hieß Willigis. der het von demüetigkeit wegen ain pfluogßrad bey seiner bettstat hangen. vnd het dar ein mit grossen güldin buochstaben geschriben. Willigis Willigis gedenck von wannen du kumen seiest. Vnd darumb so habent die von Mentz noch heüt deß tags ain pfluogßrad in irem baner vnd auch das bistumb von Mentz von deß wagners wegen. vnd ist allso da mit betzaichnet vnd bestetiget Derselb kaiser Hainrich was der ander an dem namen Hainrich. vnd regirt. xxij. iar. vnd ligt zuo Babenberg begraben.

Do man zalt von der gebuort Cristi vnsers herren thausent vnd fünffundtzwaintzig iar do erwelten die kuorfürsten hertzog Cuonrad von Francken. der regieret fünfzehen[1] iar. vnd ligt zuo Speir begraben. der selb künig Cuonrad gebot wer den fride brech dem solt man sein haubt ab schlahen. Das gebot brach graff Lüpolt von Kalb. vnd do der künig zuo land kam do entwaich graff Lüpolt an den Schwartzwald in ain öde mül. vnd mainet sich do zuo enthalten mit seiner haußfrawen. biß das ym deß künigs huld erworben wurde. Vnd ains mals rait der künig vngefarlich an Schwartzwald für die mül hin. Vnd do yn graff Lüpolt hort do forcht er der künig der suochte yn vnd floch in den wald vnd ließ do sein haußfrawen in der mül. Die fraw mocht vor schrecken niendert kumen wann es vmb die zeit was das sie solt gebern

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Thomas Lirer: Schwäbische Chronik. Ulm: Konrad Dinckmut, 1486, Blatt 56v. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Thomas_Lirer_Schw%C3%A4bische_Chronik.djvu/114&oldid=3395749 (Version vom 1.8.2018)