Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/46

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neuen Vulkans erwarten. Doch so ominös ist die Grube, aus der jener blaue Dunst hervorsteigt, nicht, es ist nur der Schornstein des Pastorats; das auf einer in der Mitte des Berges geebneten Fläche gleichsam im Schooße des Berges liegt und indem es auf der einen Seite tiefer unter sich eine freye, schöne Aussicht hat; ist es gegen Norden vom Berge völlig und zwar so gedeckt, daß man das Daseyn desselben nicht früher ahnet, als bis man sich demselben schon bis auf wenige Schritte genähert hat. Hier ließesich beynabe John Bunckels berühmter Fall denken, der vom Abhange eines Berges stürzend sich an der Thüre eines niedlichen Landhäuschens herabgefallen wiederfindet, wo er den anwesenden Bewohnern ein zierliches Kompliment macht. Doch ehe ich den Leser weiter führe, mag er hier im Angesichte des alten Bergschlosses seiner Umgebungen etwas aus der vaterländischen Geschichte hören; in der dieses Schloß sehr wichtig wird. 45 Jahr nur hatte der Orden der Ritterschaft Christi in Liefland bestanden, als der fünfte Großmeister Diedrich

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 35. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/46&oldid=- (Version vom 24.2.2019)