Tröstung des Elia

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Autor: Rainer Maria Rilke
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Titel: Tröstung des Elia
Untertitel:
aus: Der neuen Gedichte anderer Teil, S. 10
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1918
Verlag: Insel-Verlag
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Österreichische Nationalbibliothek
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TRÖSTUNG DES ELIA


Er hatte das getan und dies, den Bund
wie jenen Altar wieder aufzubauen,
zu dem sein weitgeschleudertes Vertrauen
zurück als Feuer fiel von ferne, und

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hatte er dann nicht Hunderte zerhauen,

weil sie ihm stanken mit dem Baal im Mund,
am Bache schlachtend bis ans Abendgrauen,

das mit dem Regengrau sich groß verband.
Doch als ihn von der Königin der Bote

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nach solchem Werktag antrat und bedrohte,

da lief er wie ein Irrer in das Land,

so lange bis er unterm Ginsterstrauche
wie weggeworfen aufbrach in Geschrei,
das in der Wüste brüllte: Gott, gebrauche

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mich länger nicht. Ich bin entzwei.


Doch grade da kam ihn der Engel ätzen
mit einer Speise, die er tief empfing,
so daß er lange dann an Weideplätzen
und Wassern immer zum Gebirge ging,

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zu dem der Herr um seinetwillen kam:
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Im Sturme nicht und nicht im Sich-Zerspalten

der Erde, der entlang in schweren Falten
ein leeres Feuer ging, fast wie aus Scham
über des Ungeheuren ausgeruhtes

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Hinstürzen zu dem angekommnen Alten,

der ihn im sanften Sausen seines Blutes
erschreckt und zugedeckt vernahm.