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Under der linden (Lachmann)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Textdaten
Autor: Walther von der Vogelweide
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Titel: Under der linden
Untertitel:
aus: Die Gedichte Walthers von der Vogelweide, S. 39-40
Herausgeber: Karl Lachmann
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1843
Verlag: G. Reimer
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Textkritischer Apparat Lachmanns auf S. 168
Siehe auch Under der linden
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Bild
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Bearbeitungsstand
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[39] Under der linden
an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugent ir vinden

15
schône beide

gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal,
tandaradei,
     schône sanc diu nahtegal.

20
     Ich kam gegangen

zuo der ouwe:
dô was mîn friedel komen ê.
dâ wart ich enpfangen
hêre frouwe,

25
daz ich bin sælic iemer mê.

kuster mich? wol tûsentstunt:
tandaradei,
     seht wie rôt mir ist der munt.
[40]       Dô hete er gemachet
alsô rîche
von bluomen eine bettestat.
des wirt noch gelachet

5
inneclîche,

kumt iemen an daz selbe pfat.
bî den rôsen er wol mac,
tandaradei,
merken wâ mirz houbet lac.

10
Daz er bî mir læge,

wessez iemen
(nu enwelle got!), sô schamt ich mich.
wes er mit mir pflæge,
niemer niemen

15
bevinde daz, wan er unt ich,

und ein kleinez vogellîn:
tandaradei,
     daz mac wol getriuwe sîn.