Universal-Geographisch-Historisches Lexicon: Gemund

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Textdaten
Autor: Unbekannt
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Titel: Gemund
Untertitel: Universal-Geographisch-Historisches Lexikon [...] vormals mit einer Vorrede Christoph Cellarii herausgegeben, nun aber mit allerhand geographischen Sachen und historischen Merkwürdigkeiten um ein großes vermehrt von Erdmann Uhsen, S. 405
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Herausgeber:
Auflage: [4. Auflage]
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1710
Verlag: Johann Ludewig Gleditsch
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scan auf Commons
Kurzbeschreibung:
Siehe auch Schwäbisch Gmünd
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[405] Gemund, oder Schvvaebisch-Gemund, lat. Gemunda, ist eine Reichs-Stadt; sie hat ein Augustiner- Prediger- Minoriten- und ein beschlossenes Frauen-Kloster ausser der Stadt / ist auch eine schöne Kirche allhier zum heil. Creutz / und unser Frauen. Die Bürger machen Pater noster, davon sie sich erhalten. Dieser Ort liegt an der Rems / wo viel Bäche hinein fliessen / in der Grafschafft Rechberg / an den Würtenbergischen und Stifftlichen Elwangischen Grentzen / war zu den Zeiten der Schwäbischen Hertzoge eine Landstadt / und ist nach Absterben dieses Fürstlichen Stammes zum Jure Status gelanget / soll noch zwölff Dorffschafften unter sich haben. Das Stadt-Regiment war vor Zeiten bey denen von Adel / ist aber durch die unter ihnen selbst ausgebrochene grosse Irrungen / etwan ums Jahr 1284. an die gantze Gemeine gekommen. Ihre Austrags-Richter sind ihr Reichs-Schultheiß / und 4. oder 6. Raths-Herren aus den Städten Ulm / Eßlingen / Halle / Dünckelsbühl / Nördlingen / Giengen und Bopfingen. Käyser Ruprecht hat sie Anno 1401. zu Augspurg begnadet / daß alle rechtliche Sprüche aus briefflichen Uhrkunden herrührend unter gegenwärtigen Leuten binnen zehen Jahren verjähret werden sollen / und zwischen Juden und Christen binnen fünff Jahren. Sie bekennet sich zur Römisch-Catholischen Religion.