Wikisource:Spielwiese/BKLÖ

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
Autor: Balthasar Sprenger
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: DJe Merfart vn̄ erfarung nüwer Schiffung vnd Wege zů viln onerkanten Jnseln vnd Kůnigreichen ...
Untertitel:
aus: Vorlage:none
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum: 1507–1508
Erscheinungsdatum: 1509
Verlag: Jakob Köbel
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Oppenheim
Übersetzer:
Originaltitel: DJe Merfart vn̄ erfarung nüwer Schiffung vnd Wege zů viln onerkanten Jnſeln vnd Kůnigreichen/ von dem großmechtigen Portugaliſchē Kunig Emanuel Erfoꝛſcht/ funden/ beſtritten vnnd Jngenomen/ Auch wunderbarliche Streyt/ oꝛdenung/ leben weſen handlung vnd wunderwercke/ des volcks vnd Thyrer dar in̄ wonende/ findeſtu in dieſſem buchlyn warhaftiglich beſchryben vn̄ abkunterfeyt/ wie ich Balthaſar Sprēger ſollichs ſelbs: in kurtzuerſchynē zeiten: geſehen vn̄ erfaren habe. ⁊c̄
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: auf Commons
Kurzbeschreibung: Tagebuch einer Afrika- und Indienreise im Auftrag des Augsburger Handelshauses Welser. Einer der ältesten Reiseberichten in deutscher Sprache. Mit 13 Holzschnitten nach dem Vorbild von Hans Burgkmair dem Älteren.
In original Lettern
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]


[6] DJe Merfart vn̄ erfarung nüwer Schiffung vnd Wege zů viln onerkanten Jnſeln vnd Kůnigreichen/ von dem großmechtigen Portugaliſchē Kunig Emanuel Erfoꝛſcht/ funden/ beſtritten vnnd Jngenomen/ Auch wunderbarliche Streyt/ oꝛdenung/ leben weſen handlung vnd wunderwercke/ des volcks vnd Thyrer dar in̄ wonende/ findeſtu in dieſſem buchlyn warhaftiglich beſchryben vn̄ abkunterfeyt/ wie ich Balthaſar Sprēger ſollichs ſelbs: in kurtzuerſchynē zeiten: geſehen vn̄ erfaren habe. ⁊c̄

Balthasar Springers Merfart 1509 page6.jpg


GEDRVCKT
ANNO⯇
M⯇D⯇IX⯇

[7]

B       S
Balthasar Springers Merfart 1509 page7.jpg

[8]

Der Triumph des [Kunigks von] Gutſchin [mit ſeinen Spielleuten vnd Hofgeſynde]
TRIVMPHVS [RE]GIS GOSCI SIVE GVTSCHMIN. I.H.S. [1509][WS 1]
Balthasar Springers Merfart 1509 page8.jpg

[10] JN dem namen der heiligen onteilbarlichen Triualtigkeyt Got Vaters Sons vnnd Heiligen Geist Amen/ Durch den alle ding Hymel Erde vnd die tyeffe abgrunde geſchaffen vnd oꝛdinirt ſein/ vnd on welchen keyn guter anfang/ mittel/ noch ſelig ende ereycht werden mage/ Wil ich Balthaſar Sprenger von Fylß mit genade vn̄ hylffe der ſelben die wunderbarlichen new erfunden lande/ Kunigreich Jnſeln vnd gegene mit ſampt yren inwonenden menſchen/ Thyren vnd wachſſenden Fruchtē/ wie ich die in waßer vnnd vff lande: mit andern geſchickten des Großmechtigen Kunigs zů Portugal: Emanuel genant: vnd der Furtreffen Kaufherꝛē der Fucker/ Welßer/ Hochſtetter/ Hyꝛßfogel/ deren im Hofe vnd anderer yrer geſelſchafften/ erſtritten vnd mit macht helffen betzwingē: erfaren vnd geſehen habe/ im anfāg des Jars Chriſti vnſers herren geburt funftzehenhundert vn̄ Funff/ vff mitwoch noch dem achten der Heiligen drey kunig tag: der do was vff dē xv. tag des Jēners: als wir zů Antoꝛff inſaßen gegen Liſibon vnd furter in Kallekutten ⁊c̄. zů ſegeln mit gottes hilf Vnd ein meil von Liſibon by Roſtal: dez Cloſter alſo genant: do wir die Schiffungen mit Speiß/ Geſchwͦtz vn̄ ander notturfft: biß vff den xxv. tag des mertzen. dar vff do was der tag der verkůndung Marie in der Oſterfyertagen: geruſt vnd verſehen Haben wir vff den ſelben tag in gottes namen angeſegelt gegen Jndiam/ do hin wir bey Fyertauſant meylen zů faren hetten Vnd noch vnſer zůſchickūg im ingāg des Schifs vnd anfarens/ Kam ein wunderbarlicher grauſamlicher Fiſch bey Roſtal vß dem hohen Mere in̄ Hafen (das iſt in die pfoꝛdt oder ſtaden des Meres: do man ynſchifft/ anfert/ vnd vßledt) der was in der gꝛoͤß eins iungen knaben vmb xvij. iare alt/ bech ſchwartz vnd hat allein vff ſeinez ruck fiſch federn Er bließ erſchroͤckenlich das mere uͤber mans hoche in die lufft Vnd in̄ ſchnellem hynſegeln erreichtē wir die Coſt zů Poꝛtugal vff den xxvi. tag des Mertzen/ vff welchen tag vmb vnſer ſchiff in̄ vnd bey den hafen der angezeigten fiſch onzalber vil erſchynen vnd zůſchwůmmen. Vnd vff den andern tag der do wz des xxvij. des Mertzen Schoſſen die Schiffleut ein onbekanten ſeltzamen Fiſch in der Coſt im Spangē Sehe/ den ſie ein Důtſchin nanten der was folligklich eins mans langk gleicher geſtalt einem Schwein das ongeuerlich fyer guldin bei vns werdt/ vnd het der fiſch: als eyn Eber am hyndern teil seins leibs: ein groß geſchꝛoͤd/ vnd voꝛn an ſeynem mund ein Schnabel geleich eim Fogel doch einer breitern foꝛm: vnd in̄ ſeinez maul vil kleiner ſcharpffer zene/ Mit dieſſem fiſch wurden gespeißt in̄ einem tag Hundert vnd ſechßundtzwentzig menſche. do von ich ſelber geſſen vnd geſpeißt woꝛden bin.

[11] Vff Freitag noch Vnſer lieben frawen verkundung tag/ der do was vff den Achtundtzwentzigſten tage des Monatz Mertzen/ Do fůren wir zů nacht mit vnſern ſchiffē zwiſchen zweiē Jnſeln hyn: vn̄ leit dye ein von der andern Sechtzig meilen/ vnd fecht ſich do an der Moꝛen landt: vnd heiſt die ein Canaria vnd leit hundert vn̄ achtzig meylen von Liſibon/ die ander Jlamander: die ſelb leit hundert vnd funftzig meiln vō Liſibon/ vnd sein mer dan halb Moꝛen in dieſen landen vn̄ Jnſeln. Vff den leſten tag des mertzen ſahen vnd erfunden wir inn Meres flůt Иeuͤn Jnſeln hoch von gebirg vnd wit vnd breit von landen von Canaria noch einander lygen/ Jn welchen inſeln die Schlafen[WS 2] die Criſten verkauffen. Vnd ſein diß Jnſeln ein Kunigreich dem Kunig von Hyſpania[WS 3] zůgehoͤꝛende/ wir warē der zeit zweyhundert vn̄ l. meyln wegs vō Liſibon biß in dieſſe gegene mit gotes hilff geſegelt Vff den drittē tag des Apprillen: das was vff Sant Ambꝛroſius obēt kamen wir vß der Coſt von Geneva/ do furen wir die leng bei der moren oder ſchwartzen land vff zwoͤlff oder funfftzehen meyln fer/ da ſahen wir vff den ſelben obend vnd tag doꝛnoch vil groſſer grauſamer walfiſche vnd ye einen groͤſſer vnd lenger dan̄ den andern.

Vff den Sechſten tag do fůren wir zů ſchiff an land noch dez Kaben werdon/ do fingen wir viel vnd manigerlei fiſch mit dez angel/ als das ſchyff im[WS 4] lauff was. 1. Vff dem Sibenden tag des Aprillen da furen wir in den Kaben ferre hynein inn der Moꝛen land vnd wurffen vnſer aͤncker vß/ vff drey meyln bey einem marckt heißt Byſſegicks do iſt der Moꝛen kunig wonhafftig/ Das volck hat hol bawm zu ſchiffūg dar inn ſie fiſchen Jr fyer fůren mit tzweien der angetzeigten ſchiflein zů vns/ vnd retten gut Poꝛtugaliſch ſprach mit vns alſo das wir ein ander gantz in allen hendeln wol verſtundē/ Wir sahē auch in dieſſez Kunigreech vnd Jnſeln wunderbar onſchamhafft menſchen beyderlei geſchlecht vndereinander als die wildē Thyr: etlich allein die Scham bedecken/ die andern nackēd/ all ſchwartz als die wir bei vns Moꝛen nennen vmblauffen: der Moꝛen land sich auch da anheben: Jre wonungen vnd hůſer geleichen ſich den hůtten als die armen doꝛfleut in vnſern landen ůber die backoͤffen machē: welch huͤſer die inwoner noch irem willen tragen wo hyn ſie zů wonen luſt haben Jn dieſſen Jnſeln vnd landen iſt vberflůſſigklich vil Fychs/ klein vnd feißt von leibe Es werden dar in̄ gemacht vyl keß vnd guter zůcker an vil enden der gegene wachſſen iſt/ dar zů vil wilder menſchē dar in̄/ vnd ſunſt manigerlei abentůr erfundē werden/ Vnd ſunderlich erſcheint vnd felt der ende vil golts/ do von der Poꝛtugaliſch Kunig ſein Guld in Muntz ſchlagen vnd muntzen leßt Aber die ynlendiſchen dieſſer Jnſeln das golt nit arbeiten noch verwercken kunnen

[12]

           GENEA

Balthasar Springers Merfart 1509 page9.jpg

[13]

           GEИИƐA

Balthasar Springers Merfart 1509 page10.jpg

[14] Diß volck braucht noch nympt bei ynen gantz kein gelt/ ſunder allein ſeltzam auenturige ding/ als Spigel Meſſing ring/ lang blawe Criſtallein ⁊c̄. vn̄ der geleichen manigerlei was yn ſeltzam iſt vnd ynen do hyn bracht wirt/ do geben ſie war[e vmb ware] / vnnd was ſie haben vnd bei yn wechſt ſtuck vor ſtuck: noch [yrer liebe vn̄ zy]mlicher achtūg der ſelben ding/ Gewechs der bawm ſeyn [uͤbertreffener] groͤſſe. Vnnd wert diß land der angetzeygten Jnſeln T[ausant vnn]d Fyerhundert meylen.

Vff den eylfften tage des Aprillen ſandt der [Kunig] ſein Son zů vnſerm ſchyff da ym ſein hoflut vn̄ dyner gr[oß ere an det]hen das by vns narꝛen weiß vnd ſpotliche geacht wurd[e/ da lagen w]ir achtag voꝛ dez land ym hafen mit xix. ſchiffen. Vff de[n Fiertzehen] tag des Aprillen da ſegelten wir hynauß acht meyln von dannen da lag dy flůt der oͤberſten Capeteniern/ da funden wir etliche die mit vns zů Roſtal vß wolten faren/ vn̄ brach vnſer blind rade vß anſtoſſung anderer ſchiff die wider vns fůren/ alſo das wir vff funffhundert meilen allein vnd nit mit der flut fůren biß vff die nachuolgen zeit. Vff de xv. tag des Aprillen ſegelten wir mit der gantzen flůt [vß] von der Schwartzen oder Moꝛen land biß vff den groſſen Golffen/ der do iſt Tauſant fyrhundert meylen brey[t] biß an den Kaben ſperantz[en. v]nd von dez Kunig Biſſegitz iſt xiiij. meiln inn das land hynein/ Do iſt ein ander groß kunigreich vil hundert meiln lang vnnd heyßt der Kunig von Genneya vnd [ist ein boͤß la]ndt von leuten vnd faulem lufft/ Vnnd als wir qu[amē an den K]aben w[erd]on do leit ein runder Felſchß oder Bergk im [Mere/ der iſt] ſere hoch vnd wonet nymant daruff Vmb den Berg ſein groß Bawm wol fyer clafftern dick vnd haben bletter geleich den Иůßbawme[n vn̄d trag]ent frucht geleich den Kurbſſen.

Vff dem Golffen als voꝛ [ſteet da] ſaylten wir vnder der Sonnen vnd dem Mon durch ſo ferre das wir den Polum Articum oder den wagen nit mer geſehen kunten. vnd den Polum Antarticū als bald inn vnſer geſicht empfingen. vf dē Mere iſt vil wunders von fiſchen/ vnd ſunderlich ſein vff: dem Golffen vil kleiner weiſſer fiſch die haben flůgel zu geleicher weiß als die fledermuß v[nd f]lygen vff mit großen haufen geleich andern f[oͤge]ln. Wir ſegelten auch ſo tyeff in See das wir weder fisch noch ke[inerl]ei creatur[en][WS 5] mer funden vnd was geleich als ein wiltniß vnd ey[noͤde]. Darnach ſegelten wir wyder vff den Kaben de ſperantze[n: dan̄] wir waren douon geſegelt wol tauſant vnnd fyerh[undert meylen Vn]d als wir wyderkam[en v]ff S[yb]en hunderdt meyle[n noch dem kaben: was im J]unio: do [was es ſo kalt] als in vnſern landen v[mb weinachten Vnnd vff dem Golffen quam]en ſo groß ſchleg regen v[n̄ geh winde onuerhuͤt oder onuerwart/ also d]as ſie wol die ſchif vmb ſ[tossen ſo man̄ ſich nit bey zeit] v[erſicht.]

[15]


Balthasar Springers Merfart 1509 page12.jpg


[16] Wir fůren furterhyn eyn vn̄ kamen bey 300. meyln nit bey den kaben also dz wir lang nie wuſten wo wir waren biß das wir paſſirt[WS 6] waren vn̄ furen noch vil 100. meylen/ dz wir nit mercken kunten in welcher gegene wir meres oder landes werē ſo tyeff waren wir im mere Doch noch langweiligem ſegeln ſahen wir vff das lest das Fyl domine vn̄ walfiſch die warē faſt groß vnd uber maſſen lang/ dar zu ander fiſch die auch grußlich lang vnd ſchmal waren/ vnnd ſeilten alſo ab von dem Kaben werdon wol funfftzehen wochen das wir weder land noch ſandt ſahen.


Von Biſegitz biß an den kaben de ſperantzē do facht ein ander lant an do ſeyn auch ſchwartzen oder moren vf vnd die inwoner dieſſer lande iſt ein halb wild volck/ vn̄ ſo du zu yn kumſt gebē ſie dir wol ein Ochſen oder Schaf vmb ein clein ſchaͤl oder meſſer Es ſein vil thyr vn̄ fyh im ſelben land/ vnd nympt das volck des ends auch kein gelt vnd gat alles nacket ſunder die Scham bedeckē ſie mit hulczē oder lederen ſcheiden vnd bynden den iungen knaben yre ſchwentzleyn ůber ſich Es iſt ſunſt ein luſtig land von gutten waſſern vnd wolrychenden krutern: vnd iſt so gar vol ſands das man̄ vn̄ frawen vnden vf breidem leder beynoh den groſſen panthofeln gleichfoꝛmig gen Jr etlich haben auch von fellen der thyre kleidung vmb ſich hangen geleicher geſtaldt wie man̄ in̄ vnſern landen kurtz maͤntel tregt Jr vil haben auch yre hare mit gummi vnd bech vfgeſtoſſen vn̄ z[u einer] hoflicheit vnd zyr vil vn̄ koftlich edelgeſtein dar yn gehenckt vn[d beh]eft Sie haben ein ſchnelle ſeltzam wunderliche ſprache. vnd iſt ir wonunge vnder der erden.


Иach obgeſchribner verhandelung in der funfftzehendē wochen vff den xix. tag Julij da ſahen wir vil fiſch/ vnnd ongeuerlich ůber zwo ſtund darnach da erſahen wir ein land zwiſchen Safalij vnd Munſibick vnd ſaͤlten noch zur zeit an kein land ſunder fůren furt an/ do iſt ein ander Jnſel die leit von dannen hundert funfftzig meiln am land hyn/ vnd heiſt die hauptſtat darin̄ Killiwa: dz iſt ein kunigreich der heiden Vff den xxi. tag Julij ſatzten wir ancker voꝛ die ſtat Killiwa vnd vf den xxiij. tag des monats furē wir mit allen potten ſpatzyren in den hafen voꝛ des kunigs hauß vn̄ begerten von im zů wyßē ob er vns fryd oder tribut wolt geben/ aber wir kunten kein fryden vernēmen ſunď woltē ſie mit vns krygē vn̄ was kein ander zůuericht do Vff den .xxiiij. tag des obgeſchriben monadts do fůren wir hyn mit gantzer macht mit Acht ſchiffen wol gewapet vff ein ſtůtz gantz onuerſehen dez widerteile moꝛgens frw zů der Stat vnd schoſſen etlich Heyden zu tod vnd blunderten als bald vff die ſelben zeit die Stat vn̄ funden vil reichtumb mit Golt Silber Perlin Edelgeſtein vnd ander koſtbarliche kleidung vnd huben an vff den ſelbē tag als bald ein ſchloß zů bauwen. Vnd vff den xxvij. tag egemeltes monats do was der

[17]


Balthasar Springers Merfart 1509 page14.jpg


[18]


Balthasar Springers Merfart 1509 page15.jpg


[19] kunig: als bald wir die Stat ingenōmen hatten: hynweg geflohē mit einer groſſen zal heyden da macht der Hauptman̄ ein andern Kunig[WS 7] mit groſſen herlichkeiten vnd eren/ vnd Croͤnet yn mit einer Cron als einem kunig zugehoͤꝛt/ vnd gab ym das kūigreich yn mit allez rechtē doch dem kunig von Poꝛtugal trew vnd holt zu ſein/ vnd im mit ſeynem gantzen kunigreich[WS 8] zu allerzeit vndertheniglich gehoꝛſam zu ſein Vff den fyrden tag Auguſti do quā der recht kunig den wir voꝛmals vom land vertriben hetten widerumb zu land/ vnd als er erfor dz ein ander kunig erwelt vnnd beſtedigt was/ den er dan̄ wol leiden mocht vnd liep hat/ dan̄ er hat in von kynd vff ſeyner kuniglichen regirung bey im gehabt vnd erzogē/ do wolt er nit wider begeren kunig zů werden dem geſatzten kunig auch kein intrag in ſein regirung thun/ ſunder begert er das vß ym eyn Hertzog gemacht wurde/ Des er alſo von dem nuwen kunig vnd allem volck gewert ward Vnnd auch alſo mit groſſen eren vnd herlichkeiten/ in bey ſeyn Furſten vnd heren/ als ſich dan̄ des ends geburt vnd gewonheit iſt zu eim Hertzogen gemacht/ beſtetigt vnd mit land vnd luten widerumb begabt vnd ingeſatzt Vnd vff den ſechſten tag des Augſtmonats ſchickten wir vns all widerūb zů ſchiff vnd ſtieſſen von land vnd ſeylten hynweg noch bombaſa.


Jn dieſſen landē ſeyn ſeltzam auenturig Schaf haben breit kurtz ſchwentz dar in̄ tragen ſie ir vnſtlich vnd haben ſunſt in yrez leip gantz kein vnſtlich/ vnd ſeind die Kůw klein vnd feiſt vnd vff dem ruck hofrecht/ die Hyrtzen ym land ſein geleich den geyſſen vnnd hoch als die roß/ vnd iſt vil feldts darin̄ mit fruchten/ von Bonen vn̄ Erweiſſen Es wachſen auch Palmiten baum darin̄/ do von hat das volck Wein Eſſigk Ole Waſſer Иuß Honig Zucker ⁊c̄. vn̄ haben von dieſſez baum wol ſechtzeherley frucht vnd ander wunderbarliche dinge die mir alle zu offenbaren vertrußlich vn̄ zu lang weil daruf ging zubeſchreiben. Vff den nůnden tag Auguſti in der nacht do heten wir groß angſt vn̄ ſoꝛg das vff vns eyn ander frembd ſchif oder tzwey lauffen ſolten/ wir waren hart an meres ſtaden/ des halb die ſoꝛg deſto groͤſſer was/ vnd begegeten vns xi. ſchyf/ aber got der almechtig behut vnd verſahe vns mit ſein goͤtlichen genadē/ das wir von den ſchiffen allen on ſchaden quamen. Vff den Dreytzehenden tag voꝛgemeltes monadts quamen wir mit zehen ſchiffen in den hafen vō Monbaſe vnd das volck der ſelben gegene waren vnſer feind/ Das ſelbig land hat gar eyn ſchoͤnen hafen oder anfart/ vnd vff eim oꝛt deſſelben ſtadens haten ſie gebauwen ein onſeglich ſtarck bolwerck Darauß ſie vns mit ſchyſſen ſer leidigten vnd faſt getrang theten/ aber durch verſehūg Criſti Jeſu vnſers ſeligmachers nichts an vns ſchuffen/ ſunder wir ſie vß dez Bolwerck hynwegk fluchtig mochten mit yrer habe biß in die ſtat Иun was eyn Feſte vō der ſtat hynauß vf ein felſen gebaut/ do ſaͤylten wir foꝛthyn

[20]


Balthasar Springers Merfart 1509 page16.jpg


[21] voꝛ die ſtat hynweg da funden wir nit vil feind in̄/ wir legten vns do fur vnd ſchoſſen mit groſſem ernſt dar yn vnd vertryben vnſer feynd. Vff den xiiij. tag Auguſti noch mitētag da furen wir an dy Stat da ſchoſſen ſie mit bogen vnd buchſſen/ vn̄ wurffen mit ſteinen greußlich vnd verderbten vns vil folcks aber es was alles onuerfengklich/ Wir ſchoſſen an zweien oꝛten fuer in die stat vnd verbranten yn vil heuſer vnd voꝛ vn̄ ee wir ſollichs thethen tryben ſie zwen Elephantē voꝛ vns hyn vnd her trutzlich zu vertrůß Auch funden wir drew kemelthyr in der ſtat vnd dar foꝛ im felde/ Die ſtat was [vaſ]t ſtarck vn̄ mit engen gaſſen die zugewinnē nit wol müglich was/ [a]ber mi[t a]nruffūg vn̄ hilf got des almechtigē griffen wir vnſer feind in der ſtat [m]it zweien hauffen troͤſtlich an vn̄ vf den funftzehenden[WS 9] tag des aug[ſt]mondes ernſtlich mit ſtoꝛm beſtritten/ vnd als wir in dye engen ſtraſſen vnd gaſſen der ſtat quamē alſo das keiner dem andern wol weychē mocht trungen wir mit gewalt onuerzegklich dar durch/ do wurffen die moren vnd heyden ſo onmenſchlich herauß gegen vnd vff vns: alſo: wo es nit ſunderlich gottes wil geweſſen onmugli[ch] das wir in der ſtat hetten moͤgen blieben Aber durch gottes verhengknis vn̄ f[ur]ſehūg bleyb manicher heyd tod/ vnd der vnſern wurden nit mer da[n zw]en vmb ir leben bracht Wir eroberten vn̄ behielten die ſtat mit groſſer frolockūg vnd danckſagūg got dez almechtigen Als wir nun vnſer oꝛdenung in der ſtat geſchickt vnd vns zů plon[der]n geruſt hatten/ wurden wir gewar das der kunig ſich vß der ſtat gethon het/ vnd mit eynez onzalberlichem volck der moꝛen vnd heyden beſamelt vnd geſterckt hetten/ do ward vns ernſt furſehung zuhaben dar wir nit ubereylt vn̄ wyder vß der ſtat getrungen wurdē Wir veroꝛdenten gegen ynen eyn wart zůuerſehen die ſtraſſen das wir ongewarnet nit durch die feind ůberfallen wurden vn̄ fingen an zů plondern vn̄ funden ſo groß gut wie voꝛangezeigt das mir alles zuoffenbaren onmuglich got ſey ewig lob ere vnd gloꝛi amen. Vff den achtzeheſten tag Auguſti růſtē wir vns wyder hynweg zuſeylen gegen einem kunigreich heiſt Melline vnnd als wir dahyn vß dem hafen ſeylen wolten da quaz das ſchiff dar in̄ ich fůr: der lenhart genant: in̄ groſſe not/ vnd durch ongeſtymme des wyndes woꝛdē wir von den fortunen an das land gewoꝛffen mit ſoͤllicher ongeſtymigkeyt das wir das růder verloꝛen vnd vnser ſchif vff dem grund ſten bleib vnd der maß benoͤtigt warē das keyn ander hilf dan̄ allein gottes vnd ſein genad do was Vnd ander ſchiff die wir bey vns hetten/ von den wir zů herbrig angenōmen vnd behalten waren Blyben wir ligen bey dem obgedachten Bolwerck hye vß vff dem mere ſunder růder Moꝛgens frůw treib vns des meres ſtrame widerūb fur die ſtat/ das geſchach vf den neuntzeheſtē tag des Augſt vnd fingen als balde die zymerlut an vnd machten vns ein ander růder/ das

[22]

Balthasar Springers Merfart 1509 page17.jpg

[23]

Balthasar Springers Merfart 1509 page18.jpg

[24] ward vßgemacht vnd bereidt vf den xxij tag auguſti Darnach wūden wir das ſchif vß dez hafen in das mere mit groſſer ſchwerer arbeyt Vnd vf den xxiij tag des Auguſts gingē wir mit funf ſchiffen zů ſeil vn̄ der ſchif waren eylf als wir die ſtat gewonnē/ der kamen zů dem erſten zehen voꝛ die ſtat vnd das eylft bleib ein tagreiß hynder vns in̄ groſſer not als ich voꝛ angeregt hab/ das ſelbig ſchif hieß Raphael Vn̄ die Teutſchen kaufleut hetē drew ſchif Das erſt hyß sant Jheronomus das ander ſant Raphael vnd das dryt ſant Lenharts ſchif Diß drew ſchif waren in̄ allen ferten vnd ſtreytten. Zů dem erſten het der kunig Emanuel von poꝛtugal nit mer dan̄ drew ſchif die ſein eygen waren der andern etlich waren der kaufleut vß lombardia die auch bei dyſer fart ſchif heten. Jtem vō Killiwa biß gein Bombaſa ſein Ixx. Meylen/ Vn̄ von Bombaſa ſein xxv. meiln zu einer andern ſtat haißt Milyndi vnd iſt ein eigen kunigreich Der ſelbig kunig was vnſer gunſtiger frund vnd het alweg krieg vnd feintſchaft gegen dem kunig von Bombaſa Er thet vnſerm volck groß ere an/ Seyn hauptmann ſaͤylt vns entgegen mit funf ſchiffen wol funf meilen/ das wir der zeyt nit gein Millindy kamen Der Kunig was gantz wol zů fryden das wir die voꝛgemelt ſtat alſo geplondert geſchleift vnd verbrant hetten dan̄ noch dem plondern verpranten wir was voꝛ hyn nit verbrant woꝛdē was vßgeſcheidē die gemawerten gewelbten heuſer die warē so ſtarck vnd wol verſoꝛgt das wir dye ſelben nit verbrennen mochtē. Vf den obgenāten xxiij. tag des Augſtmondes ſaͤilten wir wyder von Bombaſa nemlich vf ſant Bartholomeus obend in der nacht/ vnd moꝛgēs gegen tag kam ein ander ſchif ongeſtymiglich gegen vnd vf vns her laufen also das groß ſoꝛg was wir wurden ein ander verderben Dar zů brach vns eyn flugel von eim ancker ab durch groſſe kreft ee wir vō ein ander quamen als wir dz erſahen ſaͤilten wir lang am lande hyn vnd herꝛe. Vf den xxvij. tag gedachtes monats gingen wir zu ſaͤyle uber den groſſen Golfen von Mengen zů faren mit .xiiij. Schiffen/ vnd ist 300 meyln von Milindy biß in Jndiam Vnnd furen darnach vf dem Golfen biß vf den xij. tag Septenbris/ da erſahen wir wider land Vnd iſt da ſelbst dy gegene von Jndia ein Kunigreich/ vnd heiſt das land vnd Kunigreich von Cananoꝛ Vnd als wir vf dem Golfen ſaͤilten vnder der Sonnen biß wir wyder land erſahē. Vf den xiii. tag Septenbris do huben wir vnſern aͤncker widerumb vf vnnd ſaͤylten noher eim eyland heyßt Anſediffe da lagē wir xxviij. tag/ do was ein ſchoͤner hafen vnd als wir dar quamen do wonet nymant vff dem eyland/ wir bawten do hyn ein Schloß vnd beſatzten das landt mit luͤten Dan̄ in gantzem Jndia kein hafen iſt da man̄ sich bas beſchirmē kan voꝛ ſtoꝛm Vnd wan̄ es yn vnſerm land winter iſt ſo iſt es Sommer[WS 10] in Jndia/ wir bawten auch vf dem eyland ein galleen ⁊c̄ Von dez [25] ſelben land nit ferꝛ lagen ſtarck Stet vn̄ kunigreich/ dar zu vff dem gebirg ſtarck Schloß/ Vnd ee wir vß dem Golffen de Meres drey tag reyß geſegelten dem land zů/ do furen im mere vil Karpffen vn̄ ſchlangen an den ſchiffen hyn vnd here/ bey dieſſer gegene iſt ein Kunigreich vnd heiſt der kunig von Ammoꝛ/ vnd in der zeit als wir alſo do lagen/ do quam ein ſchiff mit vil Moꝛen vnnd zymlicher zal Roße vß dem mere mit ſturm in̄ den hafen/ dem furen wir mit etlichē botten vnd buxen entgegen vnder augē: alſo: das wir ym furkomen das ſie das land nit erꝛeichen mochten vnd von dē wind geanſtiget wurden an ein felſen zu treiben vnd lud vnd pferd ſo dar in̄ waren vß ſchwymmen muſten vnnd yder ſeynen furteyl ſucht ſo beſt er mocht inn das gebirg vnd felſen zu flyhen/ Die pferd ſtunden bei yren ſtůden/ vnnd zerſtyß ſich das ſchyff gantz vnd gar zu ſtucken/ ſollichs alles geſchah in obgemeltem kunigreich/ Das volck des ſelben kunigs vnd landts behielten die verfaren menſchen vn̄ pferd noch yrer gewonheit in ſchiffbruchen: alſo das vns gantz nicht do von zů teyl werden mochte.

Vff den xvi. tag Octobris gingen wir widerumb zů ſayl (vnnd ſeyn von Anſediffen xv: meiln gein Ammoꝛ) da quamē wir vff ſant Lux obend hyn/ vn̄ ſandt der hauptman̄ ein Tollien zu dez kunig vnd lyß die pferd foꝛdern an yn Antwurt der kunig ym were douon nicht zuwiſſen. Vnd wolten wir zu fryden ſein ſo wolt er vns ſpeiß vnd was er in ſeim land het verkaufen/ mitteiln/ vnd gut frund mit vns ſein So vns aber das mißuiel vnd nit annemen wolten. ſo wolte er vnſer vnd des glucks warten/ vnd het als bald beyeinander beſamelt 8000. geruſter man̄ zů ſtreitten. Vff den xviij. tag Ocobris: das was vff ſant Lux tag in der nacht frw voꝛ tag mit xviij. botten das ware 800 man kamē wir zu der ſtat des kunigs in vfgang des tags/ da ſahen wir ein land daruff ein groſſe ſchar volcks/ alſo das der hauffen nit was zů zelen/ vnd ſtunden alle in weiſſen hembdern ſunder were vn̄ wolten vnſers Hauptmans willen gantz nichts volnbringen/ Der Hauptman̄ hieß vns vnder ſie ſchieſſen: vnd als bald wir dz geſchutz vßgeen lieſſen/ do flohen ſie all ſchneel hynwegk/ vnd kurtzlich erſchynen ſie widerumb am ſelbē ende mit groſſer menge zum ſtreit geruſte mit ſchoͤnen Schilten vnd Schwertern noch yrer land ſitten gewappet Sie hettē auch in der ſelben gegene am geſtatten des meres vil koſtlicher ſchiff in gewertig Wir wurffen in̄ yre huſer vn̄ ſchif erſchꝛockenlich vn̄ ernſtlich fuwer/ vnd theten vns widerumb in̄ vnſer botten vn̄ ſchoſſen vnder ſie/ aber vff dem lande hatten wir nit vil handels mit ynen/ ſie achten auch vff vnſer ſchyſſen nit groß/ vn̄ ſtunden kecklig gegen vns/ alſo das wir nit vil raups von ynen brachten.

Wir ſchickten vns wider zů ſchyff vnd ſaylten vff den ſelben tage widerum langs dem land noch gegen Cananoꝛ Vnd vff den xxij. Tag [26] Octobris quamen wir in̄ ein gegen do funden wir groſſen ſchatz vnd handel/ von Perlein Edelgeſtein/ Jmber vnd Canel Der Kunig vom land kam zu vnſerm hauptman vnnd ertzeigt ſich aller fruntſchafft gegen im/ veroꝛdēt vnd ſatzt in auch noch ſeim tod an̄ ſein ſtat zů eim Kunig. Vff den xxvij tag Octobris furen wir naher Gutſchin zů vn̄ vff den xxviij. tag gemeltes monats vnd was vf Simonis vnd in der[WS 11] ſelben nacht ſeilten wir voꝛ Kalkan hyn/ vnd vff den xxix. tag Octobris am moꝛgen folgten vns fyr ſchiff vol ſambucken von Kalakuten. Vff den xxx. tag ſatzten wir vnſer aͤncker voꝛ Gutzyn vff ein meyl bey das landt. Vff den tzweiyten tag/ Иouenbris fingen wir an zu laden Pfeffer mit fier ſchyffen/ nemlich den Lenhart/ den Rapfahel vnd die Sudia/ Vnd noch ladung der dreyer ſchiff ſegelten ſie hyn gegen Cananoꝛ Do blyben wir mit dem Lenhart lygen Zu der ſelben zeit kam der Kunig von Gutſchin zu vnſerm Hauptman̄ herabe vnd gab ym ein guldin Cron/ die ym der kunig von Poꝛtugal geſant hette/ wir lagen alle geladen biß vff den .xx. tag des obgeſchriben monats/ vnd vff den Criſtobent kamen wir gein Cananoꝛ/ vnnd blyben da ligen biß vff ſant Steffans tag/ Da wurden wir genoͤtigt das wir vßladen muſten in zwey ander ſchif in den Raphael vn̄ in den Conſeyon/ die ſelben tzwey ſchiff namen vns mer dan̄ 2600. Zentner Peffers/ da bliben wir lygen biß die flůt zů vns quame[WS 12] mit funf ſchiffen biß vf den tzweiten tag Januarij Da ſaylten ſie im namen gottes gegen Poꝛtugal vnd blybē wir allein voꝛ Cananor lygen vnd vnderſtūden andern pfeffer vnd ſpetzerey zů laden bys noch zwey ſchyff zů vns quamen die zů Gutzyn geladē heten vnd mit vns gein Lyſibon ſolten ſaylen/ Vff den xxi. tag Januarij Do ſaylten wir in dem namen der heiligē Triualtigkeit mit dreiē Schiffen von Cananoꝛ noher Poꝛtugal langs das land hyn biß vff Anſediffen/ vnd da tzwiſchen iſt ein Kunigreich heißt Batakalla vnd was feynd ⁊c̄. Vff den funfften tag Februarij da ſaylten wir vnder der Sonnen hyn in̄ Golffen von Megis biß vff den achten tag Marcij/ da funden wir land vnd heyſt dye Jnſel Faſtnacht/ bey der ſelben Jnſeln waren wir 140 meiln von firmen land/ vnd 40. meyln von der ſelben Jnſeln leyt ein andere Jnſel heiſt ſant Chriſtoffel da wechſt ymber vff vnd iſt ſunſt ein fruchtbar gut land/ vnd iſt vil fleiſch vnd ander ſpeiß in der ſelben inſeln/ ſie leit 100. meyln vom rechten lande/ das ſahen wir vff den eylfften tag des Mertzen/ Da lagen wir zwen tag vnd ein nacht das wir nit an die inſel kunten kommen dan̄ es quam eyn ongeſtimmer wynd der warffe vns an fyrmen land. Vff den xiiij tag des mertzen ſahen wir fyrmen land 60. meiln von Monſebick da furē wir langs das land hyn byß vff den nuntzenden tag marcij/ da ſatztē wir ancker voꝛ der inſeln Monſebick/ vnd machten vnſer ſchiff rein/ vnd luden yn waſſer vnd

[27]

IИDIA ⯁ MAI®
Balthasar Springers Merfart 1509 page19.jpg

[28]

Balthasar Springers Merfart 1509 page20.jpg

[29] holcz/ vnd lagen da biß vff den xiiij. tag des Aprillen/ vnd ſchyden vff den ſelben tag von Monſebick noch dez kaben de ſperantzē/ aber ee wir in̄ die Jnſeln Monſebick quamen da ſaylt die mandenele vff grundt das ſie alle meynten ſie ſolten do blyben ſeyn/ vnd als wir in̄ dem hafen waren da lud man̄ die gantz ſpetzerei vß vnd ſatzt ſye an grundt/ vnd macht ſie wider gantz/ dan̄ ſie hat ein bruch uberkōmen/ wir funden auch do ſelbſt ſpeiß genūg/ huner/ geiß/ fiſch ⁊c̄. da ſpeißten wir al vnſer ſchiff vnd darnoch ſaylten wir in gottes namen noch dem kaben de ſperantzen/ alſo ein mol bey land das ander in der ſehe/ vnnd litten die zeit vil ſturm vnd groſſe not. Jtez vff den xix. tag des meyē nach mittag: vnd den ſelben tag waren groß geſturm: vonn winden in̄ dez mere biß vff den obend zu veſper zeit/ da quam ein groß gewicht gantz uber das foꝛder Caſtel geſchlagē/ vnd zerbrach das Caſtel vnd das groß ſayl zu ſtucken vnd furt den uberlauff in das ſchyff das ein man biß an ſein achſeln in dez ſchiff im waſſer ſtunde/ vnd was dar zu das ſchiff vff der lincken ſeyten gantz vnder waſſer: alſo: das keyn hilff do was anderſt dan̄ von got/ den wir ynnigklichē anrieffen vns zu troſt vnd hilff zu kommen/ das auch alſo geſchahe/ doch bleybe das ſchiffe alſo vnder waſſer als lang eyner eyn pater noſter mocht betten das es ſich nit heruß kundt ſchwyngen/ vnd doch mit hilff gottes das foꝛder rat vffbrachten vnd voꝛwint lieffe das alſo das ſchif widerūbe vfquame Auch ſchlug es eim marner dye ſchuſſeln vff das waſſer in das ſchiff da mit das volck kunt arbeiten/ vnd ſchutten das waſſer vß mit zweyen pompen tag vnd nacht on vnderloß/ vns brach auch eyn pyol pfeffers vff/ alſo das wir noch groſſer not heten das wir nit wol zum waſſer kōmen mochten Do was groſſer eleglicher iomer erſchroͤcklich zu ſagen vnd hoͤꝛen/ dan̄ das ſchiff vnd wir waren gantz verloren/ Aber dye kunigin aller barmhertzigkeit vn̄ der heilig ſant Jacob theten an vns groß wunderzeichen/ wir wurden auch von groſſer ſchwerer arbeit/ die wir mit vßſchoͤpffen des waſſers mit den pompen thethen vnd alſo das man̄ vns laben muſte mit wein vnd brot dardurch wir vns widerumb erholten. Vf den xx. tag des meyen ſchickten vn̄ machten wir vnſer ſayl widerumb zů vnnd bereyten vns furter zůfaren/⚹[WS 13] Vff den xxi tag fingen wir abermals an zů ſaylen vnd furen biß mitag do funden wir die andern zwey ſchif wider ym ſturm laufen von vns/ wir ſaylten foꝛt vf 125 meyln noch dem kaben/ vnnd vff dem wege ging vns der wind vnder augen das wir nit weiter kōmen moͤchten: dan̄ da was ein pfoꝛt da lagen wir biß vff den leſtē tag des Mayen vnd verloꝛen da ſelbst zwen aͤncker/ aber vff den xxix tag des meyen gyng vns abe an wein vnd ſpeiß/ das wir nit mer dan̄ waſſer vnd brot im ſchif hetten Vff den erſten tag Junij gingen wir zů ſail dez kaben zu mit zweyen ſchiffen: dan̄ der oͤberſt hauptman̄ ließ auch [30] Zwen aͤncker da das er in̄ den ſehe lauffen muſt/ da funden wir in wyder/ vnd was der wind als groß das wir widerumb hinder ſich muſtē laſſen lauffen noher Monſebick vff gebot des hauptmans. Vff den zweyten tag Junij hylten wir mit dem gemeinen volck ein rat vnnd was vnſer furnemmen vnnd anſchlagk das wir widerumbe hynderſich noher Poꝛtůgal zu lauffen woltē/ vnd nit gein Monſebick Aber der wind was ſo groß vnd ongeſtim ym mere das wir do hyn biß vf den dritten tag Junij lauffen muſten laſſen/ vnd vf den ſelben tag gebot der oͤberſt hauptman̄ abermals vnſerz hauptmā meiſter vn̄ pilotť vff leib vnd gut das ſie nit ſoltē von ym ſeylen anderſt dan̄ gein Mōſebick: da der Jnſeln funf beieinander lygen: alſo ſaylten wir mit ynē biß vff den achten tag Julij/ do rufft das volck vnd der factoꝛ mit gemeiner ſtym zu vnſerm hauptman Miſericordi Miſericoꝛdi/ vnd baten yn vmb gottes villen das er ſolt vmbwenden noher Poꝛtugal dā es thet not Es was auch nit mere Speiß dan̄ brot voꝛ drey monad im ſchyff/ vnd gantz kein troſt noch zůuerſicht lebens/ dan̄ weren wir kōmen gein Monſebick ſo weren wir all hungers geſtoꝛben auch ſchiff vnd gut verloꝛen/ Alſo vf den ſelben tag als die Son̄ nyderging ſailten wir widerumb voꝛ die poꝛten do wir die aͤncker ließen/ vnnd in̄ der nacht kam vns aber der wind vnder augen/ das wir in̄ die ſelbig port widerumb faren můſten/ vnd kamen da hyn vff den eylfften tag Junij/ wir theten ein proceß im ſchyf Vnd heiſtt die pſoꝛt Labay de rock Vff den xiij. tag Junij gingen wir wider zů ſayl vnd quamen vf den xv. tag Junij an ein ander poꝛt: die heiſt Labay de allagow/ do fingē wir vil fiſch/ vnd den xvi tag Junij gingen wir wider zů ſeyl/ vn̄ dar noch vff den xviij. tag kam vns der wind widerumb vnder augen dz wir abermals in dye ſelbige pfoꝛt muſten lauffen. Vff den xx. tag Junij ſatzten wir die pot da auß waſſer zu ſuchen/ da funden wir waſſers genůg Ochſſen Kuw vnd Schaf/ vnd verkaufften vns die Moꝛē genůg vmb ein wenig alts eyſens: vnd wolten ſunſt anders nicht haben/ wir ſpeißten vnſer ſchife do mit groſer meng fleiſch vnd waſſers/ Vf den xxvi. tag Junij kam vns widerumb gutter wind da gyngen wir aber zu ſayl vnd theten vnſer bot mit waſſer in vnſer ſchif vnnd ſaylten mit gluck biß vff den erſten tag Julij/ da quamen wir in Augwado ſambraß/ vf den andern tag gingen wir widerumb zů ſayle noch dem kaben zů/ da warē wir funftzig meiln von dannen vnd hatten gutten gluckſeligen wind. Vff den ſechſten tag Julij moꝛgens da ſahen wir den Kaben de bona ſperantzen/ vnnd ſaylten den ſelben tag das wir in ymm geſicht behielten/ der windt was doch die ſelbige nacht vnd tag nit ſo gut das wir yn moͤchten dupplyren.

Vf den ſybenden tag Julij da furen wir by dem kaben hyn fur in̄ dem namen gottes in den groſſen golffen von Geneyen/ vnd iſt 1400 Meylen:

[31]

⯁IИDIA ⯁ MAIOR ⯁
Balthasar Springers Merfart 1509 page21.jpg

[32]

Balthasar Springers Merfart 1509 page22.jpg

[33] oder als etlich ſagen 1300. meilen biß gein Biſſegitz/ da zwiſchen heten wir manchen groſſen harten ſtoꝛm vnd windt ſageich euch vor ware vnd ſoꝛg vnd angſt vnd ſaylten in groſſen noͤten fur/ vnd was des ends die groͤſt not angſt vnd ſoꝛg wie wir yn fůr paſſirten/ dann wo das nit glucklich geſchehen were es vns ſere baldt gelegen ſolten wir widerumb in poꝛtugal kommen ſein Es iſt auch vmbe den kaben etlich hundert meilen dieſſer zeyt ſo kalt als es in vnſern landen vmb weynachtē/ die tag ſein kurtz vnd die nacht lang/ vnd iſt der winter in dieſſen zeytē am aller hertſten/ ſo die beſt zeit des Sommers in vnſern landē iſt/ Vnd ſo du kumbſt etlich hundert meiln in Golffen von Golfen von Genneya/ da muß man̄ widerumb vnder der Sonnen vnnd Mon durch paſſieren/ Auch des geleichen wider den Golffen vō Mengen als man̄ her auß ſeilt muß man̄ auch dar vnder durch/ vnd wan̄ man̄ voꝛ den kabē kombt ſo hat man̄ dan̄ vil meiln fůrwind ym golfen von Geneya. Vf den xxi. tag Julij ſahen wir land/ vnd ein inſel iſt wol 1700. meiln von dem kaben: heiſt Sant Helena/ da kunten wir nit zů land kōmen/ alſo ſaylten wir von dannen vnnd ward der wind kalman etlich tage/ Von der ſelben zeyt ſaylten wir biß vff den xv. tage auguſti/ da ſahen wir wyder land/ vnd ſeind do ſelbſt ix. lender bei einander der namen mir eigentlich onbekant ſein: Vn̄ heißt ein Jnſel do ſelbſt Sant Jacob vnd zwo andern Ylle de may vn̄ Ylle ď fuga/ Vnd ee wir von der inſeln ſant Helena komen: do von ein ander Jnſel wol 200. meiln leit/ heiſt Aſſenſion/ vn̄d von den dreyen ineln ist 500. meilen geyn Lyſibon/ Wir ſatzten vnſer ancker voꝛ ſant Jacobs inſel/ vnd namen da ſelbst wyder waſſer/ fleiſch/ vnnd holtz/ dan̄ vns was aber an ſpeiß abgangen alſo das wir nit lang on land kunten bleiben. Wir funden auch da ſelbſt vil frucht/ vnnd lagen da biß vff den xviij. tag des Augſtmonats/ vns kame auch eyn karfel zů das vß dem Geneya kam/ das wolt auch gein Lyſibon ſayln/ Es weßt auch vf dieſſer inſeln vil bawmwoll: Vnd vf Ylen de mayda werden die ſunderſichen wyder geſunt wan̄ ſie zwey oder drew iare daruff ſein oder aber ſterben/ vn̄ welch alſo geſunt werden die zyhen darnach wyderumb wo hyn ſie wollen vnd bleiben hie fur geſunt. Die ix. Jnſeln ſein des kunigs von poꝛtugal/ vnd ſein etlich beſetzt etliche ſein auch nit beſettzt Vf den viij. tag ſeptembris waren wir von den inſeln 60. meilen/ da quam ein ſturm windt vnnd treib vns wider hynderſich vf die inſeln/ vnd hetten wir nit mer brot im ſchiff man gabe vnſer einem tags nit mer dan̄ vi. vntz brot zu eſſen. wir wurden ym ſchyff zů rat das wir widerumb noher der inſeln ſant Jacobs lauffen wolten/ vnd kamen vff den xiij. tag Septembris do hyn vn̄ kauften Reiß vn̄ fleiſch vnd mille in die ſchyff vnd namen waſſer. Am xx. tag ſeptenbris gingen wir wyder zů ſayl noch Poꝛtugal/ vn̄ bald doꝛnoch ward [34] etlich tag vil volcks kranck vn̄ fur vnd fur ye lenger ye mere/ Am Fieſier kentura vf den erſtē tag Octobris waren xx. man̄ ym ſchiff krāck vnd ſturben die zeit hyn 123. perſon. Da ſayltē wir biß vf den xxi. tag Octobris da ſahen wir Ylle maday/ Vf den xxij. tag Octobris ſatztē wir aͤncker vß vnd lagen da biß vf den driten tag Иouembris Da gingen wir wyder zů ſayle noch Poꝛtugal/ vnnd ſpeißten voꝛ hyn vnſer ſchiff mit wein vnd brot zymlicher weyß. Vf den xij. tag Иouenbris da ſahen wir widerumb land/ das was der kabe zů ſant Vincentz/ vnd waren wir der zeit von Lyſibon 35. meiln Da ſaylten wir langs lanhyn byß vf den xv. tag Иouenbris vnd ſatztē aͤncker voꝛ die ſtat Lyſibon/ vnd hatten do mit dieſſe Reyß in dem namen gottes volnbracht vnd geendet/ Dem ſey Ere vnd glory ymmer vnd ewigklichē Amen.

Jn Safalla iſt das volck reich von Golt vnd nimpt auch kein gelt in dē ſelbigen land ſunder geben ſie yr ware vn̄ gut vmb gemolt docken Vß dieſſem Arabiſchen land iſt der heyligen drey kunig einer geboꝛn

Mōbaſa leit noch Monſebick. aber noch Killiwa wol 50. meiln vn̄ iſt ein kunigreich mit einer ſchoͤnē gebautē mechtigē haubtſtat Vnnd noch dem ſelben leit ein ander kunigreich xxiiij. meilen Mellyndi genandt: Kambeyen vnd negen lygen darnach langs an dem meer/ alſo das ich nit weiß wie weit eins von dem andern leit/ aber das weis ich das von Mellindi ůber den golffen vō mengen in der breite 700. meiln bis zů der inſeln Anſediffen iſt.

Da bey leit ein ander Jnſel vn̄ kunigreich heißt Ammoꝛe/ vn̄ hebt ſich da ſelbſt Jndia an/ in̄ dyeſſer gegene lygen vil ander Kunigreich der namē mir onkundig Von diſer Jnſeln iſt 50. meiln gein Kanaoꝛ/ vn̄ in̄ dem ſelben lande ſein hynden groß berge/ daruff vnd vmb Pfeffer vn̄ ander mer Spetzerey wechſt/ vn̄ foꝛn gegen dez mere iſt es in ſchoͤn land mit Palmiten baumen wol gezyret Vnd leit Kallakuten zwoͤlſ meyln von dannen/ vnd da zwiſchen leit ein groſſe ſtat heiſt Banranym/ vn̄. v. meiln von kallakutē leit ein Stat heiſt Kanoꝛ/

GVTSCHIN⯇ Jſt eyn groß Kunigreich. da von der heyligen drey kunig einer geweſſen iſt/ leit foꝛt hynein/ vnd wn du in dem ſelben land biſt so geſtu vnder den Palmiten bawmen/ vnd iſt ein reich kunigreich von Spetzerey. Der Pfeffer wechſt geleich als ein Weintrauabe vn̄ iſt ſchoͤn grůn/ dan̄ ſo pfluckent ſie yn abe vnd durrent yn vff eym Tuch an der Sonnen/ Er wirt zeytig vmb ſant Martins tag: oder Weynachten/ dan̄ vmb die ſelbige zeit iſt es in den landen am heiſten/ vnd inn dem hohen Sommer geacht.

Kalkalon dz kunigreich leit zwiſchen Gutzin vn̄ Kollon. nemlichē .v. meiln von Kollon/ Es iſt ein reich land vō edelgeſteyn vn̄ Spetzerey [35] Frawē vn̄ man̄ der gegen haben lang ſchwartz hoꝛe vnd geend nackēt vßgeſcheyden yr ſcham deckent ſie mit Tuchern. Es wonen fyerley geſchlecht: nemlich Иayer: das ſein Edellut/ Mugua Buren/ Bremen ſeind die Heyden die ſelben haben die gantz kauffmanſchatz vnderhan dieſſer land Auch wonen vnder ynen Juden/ Sie haben ſtreitbar wofen Ein Parthey Hantbogen/ die andern Rundt ſchilt vnd bloß Schwert/ ein teil ſpitz das ander voꝛn rundt/ vnd etlich tragend ſpießlein vnd gand alle nackent zů ſtreyt Die kaufleut der ſelben land haben all weyß hembder an/ vnd weiß tucher vmb die koͤpff gewickelt: Jn dieſen landen ſein auch vil Turchen die yre kaufmanſchaft zů Kananoꝛ treiben vn̄ haben in̄ Jndia vil Schiff/ do mit treiben ſie ire gewerb geyn Mengen vn̄ Kambeyen auch in ander voꝛgemelt lande vnd Jnſeln.

Vnd ſo der Kunig von Gutſchin wil in einem kleinen ſchif ſpatzyren faren ſo ſytzen ſein Edellůt voꝛn vnd hindē im ſchif mit yren waffen/ vnd der Kunig vff eym banck vnder ynē mit geſchrengktē fuſſen vnd ſtet alweg einer voꝛ ym vnd helt ein rundt gedeck ůber yn da mit er ym ſchatten macht das yn die Son nit bren̄. vnd gat alweg eynem an ſeiner handt Vnd ſo er ſpatzyren wil ſo volckt ym fur vnnd nach ſein hofgeſinde vn̄ volck mit yren wapen vn̄ waffen Seytē vn̄ andern frewden ſpielen Trůmmeten/ Boͤgen/ Hoͤꝛner Schalmeyen ⁊c̄. mit groſſer zal vnd frolockuug[WS 14].

Mallacken iſt eyn Kunigreich[WS 15] vnd leit etlich hundert meyln hynder Kollon. Vnd kommē vß dieſſem lande Иegelein vn̄ Muſcaten/ dan̄ dy ſelbig̕ wurtz wechſt nit in̄ Jndia. Der obgenant Kunig vō Poꝛtugal hat laſſen ſuchen vnd erfaren ob noch dieſſen landen mer inwonende menſchen ſich halten/ aber was erfunden vnd ym do von offenbart iſt iſt mir gantz onwiſſend vnd verboꝛgen.

Jtem hynder Kananoꝛ/ Kallakuten vnd Gutzyn/ da iſt einer von den heyligen drey kunigen/ Vnd noch Kallon da iſt ein groß mechtig Kunigreich das heißt Arſinien/ Vnd hat der ſelbig kunig xij. Kunig teglich zů hof reytē ye einer reicher dan̄ der ander/ Es leyt auch ſant Thomas im ſelben land begraben. Vnď dieſſen kunigreichē iſt eins genāt Perſyen da hat auch der heiligen dreier kunig einer in̄ gewont Vnnd iſt ein gentil volck/ vnd betten Chriſtum vnſern erloͤſer an/ Der ſelb kunig furt auch groß krieg vmb Chriſtus glaubens willen wider dye onglaubigen vnd heyden.

Melacken iſt firmen land/ dar in̄ ligen zwo Jnſeln/ da kōmen Иegelein vn nůß here/ die eyn Jnſel heißt Bandam/ dar vff wachſſen Иegelein vnd kein ander ſpetzerey Die ander Иaguarij/ vn̄ weſcht nicht dan̄ rot vnd weiſſer Sandel dar in̄.

Die Merfart Balthaſer Sprengers in̄ einer Sum geoffenbart hat hie ir end erlangt Jm iar noch Chriſtus geburt .1.5.0.9.

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Die Jahreszahl fehlt in der Wiener Ausgabe.
  2. heute Sklaven.
  3. Vorlage: Hyſania.
  4. Vorlage: m.
  5. Vorlage: ereaturen.
  6. Vorlage: paſſit.
  7. Vorlage: Kung.
  8. Vorlage: kungreich.
  9. Vorlage: funftzeheuden.
  10. Vorlage: Sommir.
  11. Vorlage: vnd indē in der.
  12. Vorlage: qua me.
  13. Handschriftlicher großer sechstrahliger Stern.
  14. Vorlage: frolockuug.
  15. Vorlage: Kungreich.