ADB:Eckstein, Utz

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Artikel „Eckstein, Ulrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), ab Seite 636, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eckstein,_Utz&oldid=653714 (Version vom 23. Dezember 2009, 23:47 Uhr UTC)
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Band 5 (1877), ab Seite 636. (Quelle)
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Eckstein: Ulrich genannt Utz E., Pfarrer, großentheils im Canton Zürich (in Thalwyl 1527-28, Rorschach 1528, Altstätten 1530, Zollikon 1534, Uster 1536-58), protestantischer Polemiker, in den Jahren 1526 und 27 litterarisch thätig. In einem satirischen Liede schildert er das Religionsgespräch zu Baden (Grüneisen, Manuel S. 216, 416; Wackernagel, Kirchenlied 3, 402)[WS 1] Seine übrigen Sachen haben dramatische Form, man kann sie Disputationen nennen. Im „Dialogus“ unterreden sich Adam und Christus über Bilder- und Heiligendienst. In der „Klag des Glaubens“ disputirt die Wahrheit zu Rom mit dem Papst und seinen Beamten über den reinen Glauben, zu Regensburg mit deutschen Fürsten und Herren über die Bauern, den Adel und die Rechte der Obrigkeit. Im „Concilium“ disputiren die Doctoren Eck, Faber, Murner u. a. mit einigen Bauern, welche eine sehr unwahrscheinliche Schriftgelehrsamkeit entwickeln[WS 2] Im „Reichstag“, der sich am meisten der Form des Bühnendramas nähert, disputiren Bauern und Junker: die Bauern sollen auch künftig zinsen, die weltliche Gewalt soll bestehen bleiben, aber sich nach Gottes Ordnung halten. E. hat offenbar Freude an öffentlichen Verhandlungen wie Sixt Birk (s. d.). Er ist oft breit, lehrhaft, langweilig: aber sein Naturalismus schafft anschauliche Bilder des wirklichen Lebens. Er hat von Manuel die charakteristische Namengebung gelernt und ist als Dichter von ähnlicher Bedeutung für Zürich wie Manuel für Bern.

Weller, Volkstheater der Schweiz, S. 112-130; Annalen I, 306. – J. M. Wagner im Serapeum 1862. S. 118. - Sal. Vögelin, Neujahrsbl. von Uster 1867, S. 6–8. – Keßler, Sabbata 2, 171.
Scherer.

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  1.  : Satzzeichen fehlt
  2.  : Satzzeichen fehlt
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