ADB:Flege, Matthäus

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Flege, Matthäus“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), ab Seite 112, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Flege,_Matth%C3%A4us&oldid=927222 (Version vom 24. Dezember 2009, 14:06 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Fleckenbühl, Philipp Franz von
Nächster>>>
Fleischer
Band 7 (1878), ab Seite 112. (Quelle)
Autor [[| in Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Dezember 2009)
PND-Nummer 119672928
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Flege: Matthäus F., auch latinisirt Flegius, Musca, dann Musa, durch sich selber mit letzterem Namen auch auf seinem Grabstein genannt, soll zu Lübeck geboren sein, nach anderer Nachricht von Fehmarn stammen, wurde 1552 an der Rostocker Universität immatrikulirt, 1558 war er schon Sacrist oder letzter Diacon an der Marienkirche daselbst, 1561 wurde er Baccalaureus der Theologie und ist am 29. Juni 1564 gestorben. Er war einer der streitbarsten und heftigsten Prediger in der Auflehnung gegen Draconites und nachher gegen Kittelius, hetzte in diesen Unruhen, während die Herzoge gegen den Rath vorzugehen anfingen und die Sechziger sich regten, die Gemeinde gegen den Rath, so daß dieser ihn entlassen wollte, und er sich schon in Lübeck nach einer Stelle umsah. Die unruhige Bürgerschaft forderte aber sein Bleiben, und der Rath wagte ihn nicht zu entlassen. Eine Spottschrift von 1561 nennt ihn einen hohlen, eingebildeten Menschen, die Parentation des Boukius als Rector aber „den Typus eines Getreuen in der Lehre“, „der im Ertragen des Hasses der [113] Mächtigen und der drohenden Verbannung sich gegen die Pforten der Hölle stemmte“. Die katholisch gebliebenen Nonnen zum h. Kreuz konnte er jedoch nicht zwingen. Von den sieben Kindern, die er hinterließ, ist vielleicht eines der gleichnamige Pastor und Professor theol. in Greifswald, der 1594 in Rostock zum Doctor theol. promovirte.

Rost. Entw.[1] IV. 694 und Wiggers in Lisch, Jahrb. XIX. Das Spottgedicht in der Gratulationsschrift des Rost. Gymn. an Fritzsche, 1875.
Krause.

[Bearbeiten] [Zusätze und Berichtigungen]

  1. S. 113. Z. 6 v. o. l.: Rost. Etwas. [Bd. 29, S. 774]
Persönliche Werkzeuge