ADB:Herberstein, Bernhardin von
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Herberstein: Bernhardin (Wornhardin,) von H., Enkel dee?- StifterS der älteren Ht-rbersteinischen Hauptlinie, Georg (ss. o. b. Andreas v. H.), Sohn dez vierten SprößlingS, Friedrich. aus dessen zweiter Ehe mit Margaretha von Galler. Datz Familienbuch seineS Vetter8, SigiZmund, erzählt von ihm NachftehendeZ: ,,AlS Jüngling kam er an den Hof K. Maximilian8 l. und diente hier »wie andren Jung ainspennig« (MPOd. i. alS J–nhaber eineS Handpferdesz). Diese hat man hin und her mit Mandaten, königlichen Befehlen und Briefen geschickt zu Fürsten, Grafen, Städten u. f. w., auf diese Weise gewöhnten sie sich an die Leute und lernten die Länder kennen. Ju dieser Zeit durchritt H. fast ganz Deutschland, zog mit dem Kaiser dem Könige von England zu Hülse vor Terbona (Teruannc) und war in der Schlacht, da der König von Frankreich ,,in fpeisung« (bei dem Versuche, die Festung zu verproviantirend geschlagen ward, im J. 1513. Aelter geworden, wollte er sich auch weiter versuchen und zog zu dem Herzog Erich von Braunschweig. Der hatte Kriege mit etlichen Grafen Von Hoy in Friesland. Dafelbst diente er auch etliche Zeit". – 1519, am x3. Febr., ehe1ichte er Katharina von Saurau, wurde 1527, don L4. Febr. zum Ritter geschlagen und erscheint 1527 1528 alS Oberster de?- fteierischen Kriegßvolkcß in Ungarn und bei der Ausrüstung de?: LandeeSaufgebotcS wiederholt betheiligt. Seit 1ZZ1 kam V. v. H. in den Pfandbesitz der Schloßherrschaft Fürstenfeld. V. starb den 10. März 1554 und hinterließ eine zahlreiche Familie: 9 Söhne und Töchter. Eine der wichtigsten Urkunden für die Herbersteiuer, Kaiser KarlS 1J Diplom vom 4. Januar 1522, hat insJbefo11dere die kriegerischen Verdienste de?: Geschlechtt-S, voran BernhardinH v. H. in den Kriegen gegen Türken, Ungarn und Venetianer im Auge. Literatur s. o. b. Andreas v. H., ferner auch Muchar, Gesch. d. Stcierm. 8. Bd.