ADB:Herberstein, Leonhard von

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Artikel „Herberstein, Leonhard von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), ab Seite 35, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Herberstein,_Leonhard_von&oldid=553766 (Version vom 10. Dezember 2009, 18:51 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Herberstein, Joseph Graf von
Band 12 (1880), ab Seite 35. (Quelle)
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Herberstein: Leonhard (Lienhart) von (*5– 1511). Den« eigenen Auf- zeichnungen deS drittgeborenen Sohnes SigiSmund von H. in dessen ,,Familien- buche" entnehmen wir FolgendeS über diesen zweiten Begründer der Gütermacht und deiJ A11st–ht–nZ der Andreanischen oder jüngeren Herbe«xfteiner Linie. Zu Wippach lim Görzer, nachmalß Krainer Gebiete) geboren, gab er in jüugern Jahren dem Kaiser Friedrich 1l1. zweimal daß Geleite auf der Romfahrt, 1452 »alö K«nab« und1–169 al9z Dienftmann, welcher bereit-z 14(S5 die Jungfrau Barbara, Tochter Niklas de–S Burgg1«afen zu Lienz und zum Lueg cNiklaS Lueger–s zur Frau genommen hatte. Zwei Jahre Vorher, 1463, als Venedig die Trieftiner bedrängte und Kaiser Friedrich seiner Stadt Hülse sandte, war auch L. v. H. unter dem Zuzuge und verlor durch einen Pfeilschuß die -dorderen Zähne. »Er hat viel und groß Reiten vollbracht und wurde zu seiner4Zeit für einen der besten Reiter gehalten« erzählt Sigie5mund. 1470 erhielt er die k. Pf1egschaft Wippach, 1480, am :30. Sept. die Haupt1nannschaft zu AdelSberg. Als; der Krieg zwischen dem Kaiser und den Korvinen loSbrach, ritt er von Wippach gegen Marburg in Einem Tage und kam hier mit seinen Pferden und Knechten um die VeSperzeit an; allerdings eine fast unglaubliche Leistung. Ju mannigsaltigc RechtShändel mit den Saurauern und Holent–ckern verstrickt, die er auf de1n Prozeßwt-ge nicht fertig bringen konnte, starb der hochbetagte Sieben- ziger, wie ihn sein Sohn Siegmund nennt, den L2. Januar 1511 zu Graz, allwo er auch begraben ift. Er besaß außer MarukolS und den genannten Pfleg- schafteu ein Frcihauoz in Triest, die Herrschaft Gutenhag in Steier alS kaiser- liche?- Lehen und nahm auch da?- Friaulsche Pordenone in Pacht. Er hinterließ 5 Söhne, unter denen Georg und Siegmund die namhaftesten wurden. V Literatur s- w. o. bei Andreas.

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