ADB:Kannenberg, Christoph von
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Kalmenbetg: Christoph v. K., geb. am 1s.-. Januar 161.I als Sohn des kurbrandenburgischen Rittmeisters Christoph v. K. und der Elisabeth v. Bardewisch, trat 1(3 Jahre alt, in schwedische Dienste und war zuerst drei Jahre hindurch gemeiner Reiter. Nach einer längeren Gefangenschaft zu Regenos burg zeichnete er sich bei mehreren Gelegenheiten aus, wurde mehrere Male verwundet und avancirte bis zum Jahre 1tsks zum Oberstlientenant. Als Oberst eines Reiterregiments wohnte er dann im Verlauf de:- ZOjährigen Krieges zahlreichen Gefechten und Schlachten bei, zeichnete sich besonders bei der Belagerung von Prag aus und erhielt nach Beendigung des Kriegts am 7. Mai 1e:34–9 seine Dienstentlassung mit 1000 Thaler Wart-:gt–ld. Er dankte dann am 14. September 1650 seine Reiter ab und trat in kurbrandenburgische Dienste. Der große Kurfürst ernannte ihn am r3. August 1ts1 zum Generalmajor von der Cavallerie und als solcher machte die Schlacht bei Warschau mit, wobei er verwundet wurde. 1isses am 9. März zum Gouverneur von Minden ernannt, wurde er am 11. Juni 16s Gt–nerallientc11ant und am 1?.Juli in Vertretung des Feldzengmeisters v. Sparr Inspecteur über alle westfälischen Garnifom–n. 16ts ant 1(z. Februar ward er geheimer Kriegsrath und am 7. Mai Erbmarschall des Fürstenthums Minden. Als er im 1672 an der Spitze kurkürstlicher Truppen an den Rhein marschirte, erkrankte er schwer und starb am 1O. Februar 16s. Bei seinem prachtvollen Leicht–11begängniß in Minden befand sich der Kurfürst im Gefolge. – K. war seit dem 13. Januar 1652 mit Marie v. Bartensleben verheirathet.
l.skönig,) Biograph. Lexikon, II. S. 2–18.