ADB:Krane, Friedrich Freiherr von
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Krane: Friedrich Wilhelm Karl Theodor Maria Freiherr v. K. , preußischer Oberst und hippologischer Schriftsteller, am 14. November 1812 zu Hamm in Westfalen geboren, wurde, früh verwaist, zuerst von Iefuiten für den geisi» lichen Stand erzogen, kam dann in das prcußische Cadettencorps und cius diesem 1830 in das vierte Kürassierregiment , nahm 1865, durch schweres körperliches Leiden genüthigt, als Commandmr des von ihm sormirten 2. Schleichen Diagoncrregiments Nr. 8 seinen Abschied und starb am 29. August 1874 zu Münster in Westfalen. Krane's Bedeutung liegt in seiner literarischen Thätigleit au' dem Gebiete der Pserdetundc und des Reitdienstes. Als im I. 1843 eine Com» mandirung als Landwehr» Escadronsführer ihn nach Hirschberg im Riesengebirge geführt hatte, wo der harte Boden ihm die praktische Beschäftigung mit dem Pferde, welche bis dahin sein ganzes Interesse in Anspruch genommen hatte, veileidete, begann ei sich mit dei Hippologie theoretisch zu beschäftigen. Gewöhnung an scharfes, logisches Denken, zu welchem der bei den Jesuiten genossene Unterricht den Grund gelegt hatte, klare Ausdrucksweise in Wort und Schrift und ein bedeutendes Zeichnentalent kamen ihm bei seinen Studien und den aus [33] Grund derselben von ihm veröffentlichten Arbeiten zu Statten. Sein erstes Werk war eine in vielen Auflagen durch den landwirthschaftlichen Ptovinzialverein zu Münster herausgegebene „Bc-urtheilung des Pferdes beim Ankauf", diesem folgte 1856 „Dressur des Reitpferdes, eine Schrift, welche bestimmt war auf eine feldmäßigere Gestaltung der damals gebräuchlichen Ausbildungsmethode hinzuwirken, dann 1860 „Pferd und Wagen", die Gesammtheit der Pferdekenntniß umfassend, darauf die 1875 in dritter Auflage erschienene „Anleitung zum Ertheilen eines systematischen Unterrichts in der Soldatenreiterei“ und zuletzt unter dem Titel „Anleitung zur Auä-bildung der Cavallerieremonten“, ei11 auf streng wissenschaftlicher Grundlage ruhendes Lehrbuch, die Bewegungs und die Dressurlehre umfassend, im Auftrage des Kriegsministeriumz geschrieben, einWerk von epochemachender Bedeutung. In seinen letzten Lebensjahren beschäftigte K. sich mit belletristischen Arbeiten, meist geschichtlich-militärische oder sportliche Stoffe behandelnd. Es erschienen: „Auß der Säbeltasche eines alten Cavalleristen“, „Reiter und Jäger" und „Der Kapitän, Erlebnisse eies westfälischen Edelmannes, sämmtlich mit Beifall aufgenommen. Militär-Wochenblatt Nr. 4, Berlin 1875.