ADB:Lackmann, Peter
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Luck1Mmn: Peter L., geistlicher Liederdichter. Er war geb. in Lübeck am 16. Febr. 1659 als Sohn eines Kaufmanns und Rathshertn. Nach dem Wunsche seiner Eltern sollte auch er Kaufmann werden, aber sie gaben seinem Wunsche nach, sich den Studien zu widmen. Unter Rector Hinkeltnann besuchte er das Gymnasium der Vaterstadt und studirte dann Theologie auf den Universitäten Helmstedt, Jena, Wittenberg und Leipzig. An letzterem Orte fühlte er sich besonders angezogen durch den bekannten Aug. Herm. Francke. Ostern 1684 bestand er das theologische Examen in Hamburg. Bei einem Besuch seines Schwagers, des Oberhofpredigers August Kummer in Bergen in Norwegen fand er eine Anstellung -als Kabinets und Reiseprediger des Grafen G. W. von Wedel, königl. Generalfeldmarschalls, doch blieb er in diesem Amte nur 1 Jahr. Nach seiner Rückkehr war er Pfarrer in Wehningen im Herzogthum Lauenburg (hannooerschen Antheils), 1695 ward er Hauptpastot in Oldenburg in Holstein, wo er am 17. Octbr. 1713 verstorben. Von Lübeck aus hatte er die Bekanntschaft des Superintendenten Dr. Joh. Will). Petersen in Eutin gemacht und sich mit ihm befreundet. Zu dessen Vertheidigung schrieb er „I1i11e1ru–ji S:-m(:tj jmm0tz –serits“„ 1692 unter dem Pseudonym P. Christiani. Der -Lübeckische Superintendent Pfeiffer setzte dem entgegen: „Der unchristliche P. Christiani, d. i. Abfertigung eines vermummten Chiliaften.“ L. verfaßte auch eine Erklärung des Hohenlieds Salomonis. – Von seinen geistlichen Liedern ward 1697 ins Hallische Gesangbuch aufgenommen: „Zerfließ mein Geist in Jesu Wunden". A. Knapp hat 2 seiner Lieder überarbeitet in seinen Liedetschatz ausgenommen: „Auf Leiden folgt die Herrlichkeit" und „Erhebe dich o meine Seele“. Ferner sind von ihm bekannt: „Ach, was sind wir ohne Jesu", „Der Tod führt unö zum Leben“, „Dieweil ich auferstehe“, „Gottlob es ist nunmehr der Tag vollendet", „Höchste Luft und Herzvergnügen“. Diese Lieder sind nicht besonders gedruckt, sondern finden sich in einer von seinem Sohne. A. H. Lackmann (s. o.s) l)erausgegebenen Anthologie: Geistreiche Gedichte zur Erweckung heiliger Regungen, Hamb. 1730, 2. Aufl. 1734. J. M. Kraft (Husum’sche Kirchenhistorie S. 215) nennt ihn einen seht gelehrten Theologen, der dem St11(1j0 ApoeslF’Ptico sehr huldigt.
Muller, 0jn1b1–. 1jtt. 1„ 322. Kraft, Husum’sche Kirchenhistorie S. 215. Rambach’s Anthologie 17, 82. Koch, Geschichte des Kirchenlieds, 3. A. 1868. 17, 413. Burmester, Beitr. zur Kirchengesch. des Herzogth. Lauenburg, 1832. S. 221.