ADB:Lambert

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Lambert“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), ab Seite 547, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lambert&oldid=593265 (Version vom 11. Dezember 2009, 02:23 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Lamprecht von Brunn
<<<Vorheriger
Lamprecht von Brunn
Band 17 (1883), ab Seite 547. (Quelle)
Autor [[| in Wikisource]]
Lambert von Lüttich in der Wikipedia
PND-Nummer 130832901
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Lambert, in älterer Form Landbert, 40 Jahre lang Bischof von Mastricht (ca. 668–708), wird als ein Mann von hervorragender Frömmigkeit und Festigkeit geschildert. Von dem grausamen Hausmeier Ebroin als Anhänger des ermordeten Königs Childerich II. verjagt, hat er in dem Kloster Stablo Zuflucht gesunden (674–681) und sich hier der strengsten Mönchszucht unterworfen. Unter Pippin zurückgekehrt, wurde er auf Anstiften des fränkischen Großen Dodo am 17. September 708 (?) in Lüttich ermordet. Den Anlaß soll sein Widerspruch gegen das Verhältniß Pippins zur Alpais, Karl Martells Mutter, gegeben haben, Dodo ihr Bruder gewesen sein. Man hat diese Umstände, welche in den älteren Legenden fehlen, als unbegründete Ausschmückung verworfen, doch hat neuerdings Prof. Kurth, gestützt, außer den schon früher bekannten Stellen, auf den berichtigten Text Anselms von Lüttich, es sehr wahrscheinlich gemacht, daß wirklich die alten Biographen aus Furcht den wahren Anlaß seines Todes verschwiegen haben. Sein Nachfolger Hubert übertrug 721 seine Gebeine nach Lüttich, wo er bald als Schutzheiliger des nun hierhin verpflanzten Bisthums erscheint und große Verehrung genießt.

Rettberg, Kirchengesch. Deutschlands, I. 558. G. Kurth, Étude critique sur St. Lambert et son premier biographe. Antwerpen 1876.
Wattenbach.
Persönliche Werkzeuge