ADB:Laurentii, Georg Michael

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Artikel „Laurentii, Georg Michael“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), ab Seite 61, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Laurentii,_Georg_Michael&oldid=558231 (Version vom 25. Dezember 2009, 14:38 Uhr UTC)
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Laurentii: Georg Michael L., evangelischer Theolog, wurde als der Sohn eines. Pfarrers am 2. Mai 1670 in dem gothaischen Dorfe Wiegleben geboren und erhielt nach dem frühen Tode seines Vaters; seine Erziehung bei einem Vetter in Saalfeld, der ihn die dortigen Schulen besuchen und auf deu Universitäten Jena und Halle Theologie studiren ließ. Nachdem er dann in Gotha ein Jahr lang Hauslehrer gewesen war, begab er sich 1695 zu seiner weiteren Ausbildung nach Gießen und einigen größeren norddeutschen Städten, machte 1697 auf Kosten der verwittwetenGräfiu Char1otteHenriette von Solms Braunfels eine Studienreise nach mehreren niederländischen Hochschulen und übernahm, zu diesem Zwecke in die Heimath zurückgerufen, am 10. September 1697 daß Pfarramt in Schönau vor dem Walde und Wipperoda. Nach dreijähriger Wirksamkeit daselbst kam er als Pfarrer nach Tüttleben bei Gotha, 1715 in gleicher Eigenschaft nach Gahme bei Eberödorf und 1716 nach Roben bei Gera, worauf er 1719 einem Rufe als Archidiakonus nach Greiz folgte. Hier starb er am 1S. November 1724. – Als theologischer Schriftsteller hat sich L. neben einigem minder Wichtigen durch seine ,.Kurzen Erklärungen der Bücher des Neuen Testamentes in Tabellen“ bekannt gemacht. Er gab diese Commentare nach und nach in den Jahren 1704-–1726heraus. Sie sind meist zu Halle, einzelne auch zu Gotha und Leipzig gedruckt und der Mehrzahl nach wiederholt aufgelegt worden. Die Apostelgeschichte und die Offenbarung des Johannes fehlen in dieser Sammlung. .

(J. Brückner,) Kirchen- und Schulenstaat im Herzogthum Gotha, I1. Thl. 7. Stück, Gotha 1759, S. 79; III. Thl. 9. Stück (1762), S. 87 bis9. – Rotermund zu Jöcher, 3. Bd. (1810s). Sp. 1401. – Aug. Beck, Geschichte d. gothaischen Landes, Bd. III, Thl. ll, Gotha 1876, S. 189 u. 306.

Schumann.
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