ADB:Seuter, Gottfried

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Artikel „Seuter, Gottfried“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), ab Seite 68, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Seuter,_Gottfried&oldid=563550 (Version vom 25. Dezember 2009, 15:41 Uhr UTC)
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Seuter: Gottfried S., Kupferstecher, geboren 1717 zu Augsburg, Sohn des Johann Seuter (1686–1719), lernte erst bei seinem Stiefvater Joh. Elias Riedinger, dann bei G. M. Preißler zu Nürnberg, ging 1748 nach Italien, hielt sich anderthalb Jahre in Rom auf und noch länger in Florenz, wo er bei Joseph Wagner in Condition stand. Dann versuchte er sein Glück wieder in der Heimath, brachte sich durch Porträtmalen und Kupferstechen nur kümmerlich durch, deshalb begab er sich wieder nach Italien, wirkte in Venedig und insbesondere zu Florenz, lieferte viele Grabstichelarbeiten und Radirungen, z. B. zu Stosch’s Werk über geschnittene Steine, für die „Pitture del Salone Imperiale di Firenze“ (1751), für das Galleriewerk des Marchese Gerini und mehrere einzelne Blätter nach italienischen Meistern, darunter als seine Hauptleistung die „Hochzeit zu Cana“ nach P. Veronese in zwei Blättern. Im J. 1758 kehrte er nach Augsburg zurück und stach u. A. viele Blätter für das Galleriewerk von Sanssouci u. s.w. Trotz seines Fleißes starb S. in Armuth 1800. S. arbeitete Blätter nach Tizian, Tintoretto, Correggio, Albani, Raphael (Porträt des Grafen Castiglione), Lionardo da Vinci und vielen Anderen, auch eine Radirung mit Goethe’s Porträt für Lavater’s Physiognomik und den jungen stehenden Bacchus nach einer Statue des Michel Angelo, aber auch Pferdestücke und Städteansichten von Florenz u. s. w. Noch wird ein Landkartenstecher Albert Karl S. in der Mitte des 18. Jahrhunderts zu Augsburg erwähnt und ein Bartolomäus S., welcher sich in Deutschland zuerst mit dem Farbendrucke befaßte. die Platten zu Weinmann’s „lconographia“ (Regensburg 1735–45 in 4 Fol.) lieferte und sich im Gebiete der Schmelz- und Emailmalerei bethätigte; er starb 1759 im 79. Lebensjahre.

Vgl. Füßli. – Nagler 1846, XVI, 311 ff. – Müller-Klunzinger 1864, III. 530.

Hyac. Holland.
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