ADB:Sperling, Paul (Theologe)

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Artikel „Sperling, Paul (Theologe)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 35 (1893), ab Seite 138, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sperling,_Paul_(Theologe)&oldid=887631 (Version vom 25. Dezember 2009, 15:10 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Sperling, Paul (Schulmann)
Band 35 (1893), ab Seite 138. (Quelle)
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Sperling: Paul S., Theologe des 17. Jahrhunderts. Er war am 9. November 1605 in Hamburg als der Sohn des gleichnamigen Rectors-z der St. Johannis:-schule (s. oben) geboren, besuchte das Johanneum und das akademische Gymnasium seiner Vaterstadt und studirte sodann in Rostock Theologie, trieb daneben aber auch umfassende geschichtliche Studien. Zur Vermehrung seiner Kenntnisse in den orientalischen Sprachen besuchte er von 1627 an mehrere [139] holländische Universitäten und hielt dann nach seiner Rückkehr in Hamburg unter großem Beifall private DiSputationen, u. A. einmal an sieben aufeinanderfolgenden Tagen „1)e 0l1ristj o1suOjt11i apop11“cl1eg111utis“. Die ihm vom Rathe der Stadt angebotene Nachfolge in der Professur seines Vaters „am akademischen Gymnasium lehnte er ab, nahm vielmehr, nachdem er noch eine größere Reise durch Dänemarck, Holland, Frankreich und England unternommen, 16ss eine Berufung des Herzogs August von Braunschweig-Wolfenbüttel an, die Erziehung und den Unterricht seines ältesten Sohnes, des Prinzen Rudolf August, zu leiten. 1635 übernahm er die Stelle als Rector und Pastor zu Bordesholm; 1643 wurde er zugleich Propst von Holstein. A1s im Jahre 1665 das Gymnasium in Bordesholm aufgehoben und die Universität zu Kiel eingerichtet wurde, siedelte S. nach Kiel über, behielt dort die Propststelle bei und übernahm daneben die Professur für biblische und kirchliche Alterthümer, sowie für geistliche Beredtsamkeit; 1666 wurde er zum Doctor der Theologie ernannt. Er starb in Kiel am 27. April 1679. Seine, im Hamburger Schriftsteller-Lexicon aufgeführten Schriften haben nur vorübergehende Bedeutung gehabt.

Moller, ()jmbr. 1it. 1, 64s. – Noodt, Bordesholmische Merkwürdigkeiten S. 37. – Schwarze, Nachrichten von Kiel, S. Z21. – Jöcher 17, Sp. 732 f. – Hamb. Schriftsteller-Lexicon M1, S. 248 f.
R. Hoche.
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