An sich Selbst
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| Textdaten |
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| Autor: |
Andreas Gryphius |
| Titel: |
An sich Selbst |
| Untertitel: |
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| aus: |
Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Erste Buch. S. 24f. |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1658 |
| Verlag: |
Johann Lischke |
| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Breßlau |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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XLVIII. An sich Selbst.
MIr grauet vor mir selbst / mir zittern alle Glieder
Wenn ich die Lipp’ vnd Naß’ vnd beyder Augen Klufft /
Die blind vom wachen sind / deß Athems schwere Luft
Betracht’ / vnd die nun schon erstorbnen Augen-Lieder.
5
Die Zunge / schwartz vom Brand fällt mit den Worten nieder /
Vnd lalt ich weiß nicht was; die müde Seele rufft /
Dem grossen Tröster zu / das Fleisch reucht nach der Grufft /
Die Aertzte lassen mich / die Schmertzen kommen wieder /
Mein Cörper ist nicht mehr als Adern / Fell’ / vnd Bein.
10
Das sitzen ist mein Tod / das liegen meine Pein.
Die Schenckel haben selbst nun Träger wol von nöthen!
Was ist der hohe Ruhm / vnd Jugend / Ehr vnd Kunst?
Wenn diese Stunde kompt: wird alles Rauch vnd Dunst.
Vnd eine Noth muß vns mit allem Vorsatz tödten.
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