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| Autor: |
Otto Ernst |
| Titel: |
Auflösung |
| Untertitel: |
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| aus: |
Siebzig Gedichte
S. 9 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1. Auflage |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1907 |
| Verlag: |
L. Staackmann |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Leipzig |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Digitale Drucke der Uni Bielefeld |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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[9] Auflösung.
In weiter Öde schreit’ ich längst allein.
Kein Ton, kein Hauch. Kein Fünckchen Sonnenschein.
Ein dünner, grauer Regen rieselt sacht;
Aus feuchtem Boden langt empor die Nacht.
5
Und in mir schwillt’s wie Riesenschatten auf;
Verloren hab ich Welt- und Stundenlauf.
Nur selbst ein Schatten noch, ein Nebelhauch,
Schweb’ ich vorbei an Sumpf und Heidestrauch.
Und endlich hebt es leise mich empor –
10
Tief unter mir zerfällt’s wie Spinnenflor –
Und droben schweb’ ich hin, wo ungesehn
Ins unbekannte Land die Wind gehn.