Critik der reinen Vernunft (1781)/1. Abtheilung. Transscendentale Analytik in zwei Büchern und deren verschiedenen Hauptstücken und Abschnitten
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Der Transscendentalen Analytik Erstes Buch. Die Analytik der Begriffe. » | |||
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Der Transscendentalen Logik Erste Abtheilung. Die transscendentale Analytik. Diese Analytik ist die Zergliederung unseres gesamten Erkentnisses a priori in die Elemente der reinen Verstandeserkentniß. Es komt hiebey auf folgende Stücke an: 1. Daß die Begriffe reine und nicht empirische Begriffe seien; 2. daß sie nicht zur Anschauung und zur Sinnlichkeit, sondern zum Denken und Verstande gehören; 3. daß sie Elementarbegriffe seien und von den abgeleiteten oder daraus zusammengesezten wol unterschieden werden; 4. daß ihre Tafel vollständig sey, und sie das ganze Feld des reinen Verstandes gänzlich ausfüllen. Nun kan diese Vollständigkeit einer Wissenschaft nicht auf den Ueberschlag eines blos durch Versuche zu Stande gebrachten Aggregats mit Zuverlässigkeit angenommen werden; daher ist sie nur vermittelst einer Idee des Ganzen der Verstandeserkentniß a priori und durch die daraus bestimmte Abtheilung der Begriffe, welche sie ausmachen, mithin nur durch [65] ihren Zusammenhang in einem System möglich. Der reine Verstand sondert sich nicht allein von allem Empirischen, sondern sogar von aller Sinnlichkeit völlig aus. Er ist also eine für sich selbst beständige, sich selbst gnugsame und durch keine äusserlich hinzukommende Zusätze zu vermehrende Einheit. Daher wird der Inbegriff seiner Erkentniß ein unter einer Idee zu befassendes und zu bestimmendes System ausmachen, dessen Vollständigkeit und Articulation zugleich einen Probirstein der Richtigkeit und Aechtheit aller hineinpassenden Erkentnißstücke abgeben kan. Es besteht aber dieser ganze Theil der transscendentalen Logik aus zwey Büchern, deren das eine die Begriffe, das andere die Grundsätze des reinen Verstandes enthält. |
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