Das Büblein auf dem Eise

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Textdaten
Autor: Friedrich Wilhelm Güll
Titel: Will sehen was ich weiß Vom Büblein auf dem Eis
Untertitel:
aus: Mütterchen, erzähl uns was! Erzählungen, Gedichte, Lieder, Spiele, Rätsel und Sprüche für Kinderstube und Kindergarten. S. 318
Herausgeber: Georg Paysen Petersen
Auflage:
Entstehungsdatum: 1827
Erscheinungsdatum: 1894
Verlag: Otto Meißner
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Erscheinungsort: Hamburg
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Scan auf commons
Kurzbeschreibung:
auch in: Jugendschriften-Ausschuß des Lehrervereins zu Frankfurt a. M.: Kinderlust. Lieder von Friedrich Güll. J. F. Schreiber, München und Esslingen: 1910, S. 14-15. Freiburger Anthologie
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[318]

13. Will sehen was ich weiß
Vom Büblein auf dem Eis.

Gefroren hat es heuer noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher und spricht so zu sich leis:
„Ich will es einmal wagen,
Das Eis, es muß doch tragen.“ –

5
          Wer weiß?


Das Büblein stampft und hacket mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket, und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt
Als wie ein Krebs und zappelt

10
          Mit Schrein.


„O helft, ich muß versinken in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muß ertrinken im tiefen, tiefen See!“
Wär nicht ein Mann gekommen,
Der sich ein Herz genommen,

15
          O weh!


Der packt es bei dem Schopfe und zieht es dann heraus:
Vom Fuße bis zum Kopfe wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
Der Vater hat’s geklopfet

20
          Zu Haus.


 Fr. Güll.