Das Grübeln und das Härmen
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[54] 38.
1. Das Grübeln und das Härmen macht stumpf und grau und kalt; wir jubeln und wir schwärmen :,: und werden nimmer alt, :,: dieweil im innersten Gemüt in unverwelkter Frische blüht :,: die Jugend :,: 2. Es trieb in jungen Jahren der Mut uns in den Kampf, in drohende Gefahren, in Flammenglut und Dampf. Verlangten sie es wieder doch! Wir zwängen’s wohl auch heute noch :,: in Treuen :,: 3. Wir suchten raschen Sinnes im Turnen einst das Heil, und Fülle des Gewinnes ward stetig uns zu Teil. Die Glut ist nicht herabgebrannt und trotz’ge Ringerfreude spannt :,: die Sehnen :,: 4. Es setzten uns die Fergen wohl über manchen Fluß, wir boten auf den Bergen die Stirn dem Sonnenkuß. Wir bieten noch dem Sturm die Brust, den Fuß beflügelt noch die Lust :,: am Wandern :,: 5. Das war ein lustig Reisen mit Liedern ohne Zahl! Es hallten uns’re Weisen durch’s dunkle Föhrenthal. Es ist auch heute ebenso – noch machen Lieder ernst und froh :,: die Runde :,: 6. Die schäumenden Pokale zum durst’gen Zechermund! Wir leerten oft die Schaale mit Lächeln bis zum Grund. Noch waltet fort der [55] alte Geist – wir jauchzen, wenn beim Feste kreist :,: der Becher :,: 7. Des Frohsinns Perlen grüßen aus schwarzem, wüstem Schlund – wir legten euch zu Füßen den köstlich-selt’nen Fund. Und sei das Leben düst’rer noch, wir suchen und wir finden doch :,: die Freude :,: 8. Das war in schweren Tagen des Bruderbundes Kitt; wir haben still ertragen der Zeiten erz’nen Schritt. Und was so fest und sicher ruht, das nimmt wohl auch in seine Hut :,: das Schicksal :,: |
