Das Hornberger Schießen

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Autor: J. Eiselein
Titel: Das Hornberger Schießen
Untertitel:
aus: Badisches Sagen-Buch: Eine Sammlung der schönsten Sagen, Geschichten, Märchen und Legenden des Badischen Landes aus Schrifturkunden, dem Munde des Volkes und der Dichter. S. 485
Herausgeber: August Schnezler
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum: 1846
Erscheinungsdatum: Vorlage:none
Verlag: Creuzbauer und Kasper
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Erscheinungsort: Karlsruhe
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[485]
Das Hornberger Schießen.


Das Sprichwort „Es geht aus wie das Hornberger Schießen,“ rührt von einem zu Anfang des 18. Jahrhunderts in Hornberg gehaltenen Schießfeste her. Da den Schützen die dazu getroffenen Anstalten unzweckmäßig erschienen und ihnen i auch sonst Manches dabei nicht gefiel, lief einer nach dem andern wieder hinweg, so daß sich das Fest in ein Nichts auflöste. In Hornberg selbst geht die Sage, daß die dortigen Bürger, als sie einem durchreisenden Würtembergischen Herzog zu Ehren ihr Geschütz lösen wollten, dies unterbleiben lassen mußten, indem sie schon vorher alles Pulver verschossen hatten. Daher auch das andere Sprichwort: „Er hat das Pulver zu früh verschossen.“ Die Hornberger machen sauere Gesichter, wenn man sie damit neckt.

(Vergl. J. Eiselein’s „Sprichwörter u. Sinnreden des teutschen Volkes etc.“ S. 321.)






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