Das Weihelied erschalle
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[14] 11. (1881.)
Mel.: Nun bricht aus allen Zweigen etc. 1. Das Weihelied erschalle in raschem, stolzem Klang; die Wölbung widerhalle :,: den brausenden Gesang! :,: Nach ernster, mühenreicher Zeit sei dieser eine Tag geweiht :,: der Freude. :,: 2. Das Blut in unsern Adern ward träge nicht und lau; wir trugen neue Quadern :,: zum königlichen Bau, :,: zum Bau, den Vater Jahn erdacht und den verlästert und verlacht :,: die Thoren. :,: 3. Es stärkte sich um Viele der treue Männerbund; der Wert der rüst’gen Spiele :,: that sich in Wundern kund; :,: der Vater zündete im Sohn die Glut, die ihn seit Jahren schon :,: durchlohte. :,: 4. Und als der Ruf erklungen durch alles deutsche Land, da haben schmucke Jungen :,: gen Süden wir gesandt, :,: und über festlichem Gewog auch unser Banner rauschend flog :,: am Maine. :,: 5. Und dann beim Wiederkehren war es verwandelt schier – es trug den Kranz der Ehren :,: und seidner Bänder Zier. :,: Gewonnen ward ein neues Blatt dem Ruhmeskranz der Vaterstadt :,: im Streite. :,: 6. Wo sich die Besten fanden vom Bodensee zum Belt, da haben wir bestanden :,: und unsern Mann gestellt. :,: Da hat uns doch das Blut gekocht und rascher hat das Herz gepocht :,: vor Jubel :,: [15] 7. Doch die Erfahrnen lehren: Wer rastet, rostet auch; den blanken Schild der Ehren :,: trübt schon ein leichter Hauch; :,: nur der war eines Sieges wert, dem dieser Sieg die Pflicht gelehrt :,: zu lernen. :,: 8. Das ist die wahre Tugend, das ist der rechte Sinn; der Kraft, dem Mut, der Jugend :,: verbürgen sie Gewinn. :,: Wohlan denn, frisch das Glas zur Hand! Ein Hoch dem Siegesunterpfand - :,: dem Streben! :,: |
