Der Becher (Straube)
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Es ist ein glüher Becher,
Der dort am Ende sitzt;
Nun frisch du wackrer Zecher,
Nach ihm den Mund gespitzt.
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Ach könnte ich ihn fassen
Und trinken auf den Grund,
Ich wollte nichts mehr hassen,
Brächt’ Alles an den Mund.
Für wen ist er geschenket
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Mit süßer Wonn’ so voll?
Läßt er mich ungetränket
Daß ich verglühen soll?
Zwei Tropfen auf mich gieße,
Die süßen Augen dein,
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Damit ich freudig wisse
Das holde Liebchen mein.
Es schlägt mir ja im Herzen,
Schlägts mir die Wangen roth -
Ich trage gern die Schmerzen,
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Weil sie die Lippen bot.
Der Becher ist ertrunken
Im Zecher der stets trinkt,
Der Mund ins Herz gesunken,
Das Herz im Munde blinkt.
H. S.
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