Die Nacht (Hölderlin)
aus Wikisource, der freien Quellensammlung
|
[90] Die Nacht.
Rings um ruhet die Stadt. Still wird die erleuchtete Gasse, 5
Wolzufrieden zu Haus; leer steht von Trauben und Blumen, Und von Werken der Hand ruht der geschäftige Markt. 10
Immerquillend und frisch rauschen an duftendem Beet.Still in dämmriger Luft ertönen geläutete Glocken, 15
Kommet geheim nun auch, die schwärmerische, die Nacht kommt, Voll mit Sternen, und wol wenig bekümmert um uns Hölderlin.
|
