Die schöne Müllerin
Es wohnte ein Müller an jenem Teich,
Es wohnte ein Müller an jenem Teich,
Der hatte eine To–ochter
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
5
Der hatte eine To–ochter und die war reich.
Nicht weit davon ein Edelmann,
Nicht weit davon ein Edelmann,
Der wollt des Mü–üllers
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
10
Der wollt des Mü–üllers Tochter ham.
Der Edelmann hatte einen Knecht,
Der Edelmann hatte einen Knecht,
Und was der ta–at
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
15
Und was der ta–at, das tat er recht.
Er steckte den Herrn in einen Sack,
Er steckte den Herrn in einen Sack,
Und trägt ihn in die Mü–ühle
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
20
Und trägt ihn in die Mü–ühle als Hafersack.
Ei guten Morgen, Frau Müllerin,
Ei guten Morgen, Frau Müllerin,
Wo stell ich mei–einen
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
25
Wo stell ich mei–einen Hafersack hin.
Stellt ihn nur hin in jene Eck,
Stellt ihn nur hin in jene Eck,
Nicht weit von mei–einer
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
30
Nicht weit von mei–einer Tochter ihr Bett.
Und als es war um Mitternacht,
Und als es war um Mitternacht,
Der Hafersa–ack
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
35
Der Hafersa–ack lebendig ward.
Ach Mutter, mach geschwind mal Licht,
Ach Mutter, mach geschwind mal Licht,
Der Hafersa–ack
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
40
Der Hafersa–ack schon auf mir liegt.
Der Hafersack hat Händ’ und Füß’,
Der Hafersack hat Händ’ und Füß’,
Und in der Mi–itte
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
45
Und in der Mi–itte en langen Spieß.
Ach Tochter, hätt’st du still geschwiegen,
Ach Tochter, hätt’st du still geschwiegen,
Ein Edelma–an vom
Zum Nudel, nudel, natt, natt, natt!
50
Ein Edelma-an konnst du kriegen. –
Ganz Deutschland
|