| Textdaten |
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| Autor: |
Christian Fürchtegott Gellert |
| Titel: |
Dorant |
| Untertitel: |
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| aus: |
Sämmtliche Schriften. 1. Theil: Fabeln und Erzählungen, Drittes Buch. S. 242 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1. Auflage |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1769 |
| Verlag: |
M. G. Weidmanns Erben und Reich und Caspar Fritsch |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Leipzig |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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| Erstdruck 1746/48 |
Artikel in der Wikipedia
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| Bearbeitungsstand |
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Dorant.
Erschrocken kam Frontin zu seinem Freund Dorant.
„Ach, liebster Freund, ist dirs denn nicht bekannt?
Ich kann vor Zorn kein Glied mehr rühren!
Bedenke die verfluchte List,
5
Man strebt nach dem, was dir am liebsten ist:
Man will dir deine Frau entführen.
In dieser Nacht noch, solls geschehn.
Unglücklicher! Was willst du machen?
Laß doch geschwind das Haus bewachen.
10
Mein Blut soll dir zu Diensten stehn,
Und ich will augenblicklich gehn,
Den Garten und den Hof verschliessen.“
Nein, schrie Dorant, willst du mich glücklich wissen:
So laß die Thüren offen stehn!
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15
Ihr Weiber, dieses klingt nicht schön!
Ists möglich, seyd ihr an den Plagen
Liebloser Ehen wirklich Schuld?
Ja, nach der Männer ihren Klagen,
Sind wir durch widriges Betragen
20
An aller Qvaal der Ehen Schuld;
Doch wenn, bald nach den Hochzeittagen,
Die Männer uns gebietrisch plagen,
Die uns vergöttern, wenn sie freyn,
Wie können wir da lange zärtlich seyn?
25
Ihr Männer, dieses klingt nicht fein!
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